Deutsche Bahn weitet Alkoholverbot auf sieben große Bahnhöfe aus

Der Bahnkonzern verschärft die Regeln an wichtigen Verkehrsknotenpunkten in Nordrhein-Westfalen, um störendes Verhalten einzudämmen.

28.05.2026

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Deutsche Bahn hat ihr Alkoholverbot auf sieben große Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Die Maßnahme betrifft einige der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte des Landes und steht für einen breiteren Trend in Deutschland, den Konsum von Alkohol in überfüllten öffentlichen Räumen einzuschränken.

Seit dem 26. Mai dürfen Fahrgäste in den Bahnhofsbereichen der Hauptbahnhöfe in Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund und Münster weder Alkohol trinken noch ihn zum Verzehr mit sich führen. Der Kölner Hauptbahnhof unterliegt der Regel bereits seit Anfang April. Das Verbot gilt auf dem gesamten Bahnhofsgelände, einschließlich Eingängen und Bahnsteigen.

Das Unternehmen erklärte, die Änderung solle für Reisende, Besucher und Beschäftigte ein ruhigeres und sichereres Umfeld schaffen. Nach Angaben von Deutsche Bahn habe man Rückmeldungen von Fahrgästen sowie von Mitarbeitern und Partnern erhalten, die in den Bahnhöfen arbeiten. Das Unternehmen sagte, es reagiere damit auf wiederholte Beschwerden über störendes Verhalten im Zusammenhang mit Alkoholkonsum an stark frequentierten Bahnhöfen.

Die Regel gilt nicht für verschlossene Flaschen oder Dosen, die Menschen nach dem Einkauf mit nach Hause nehmen. Auch Restaurants und Cafés in den Bahnhöfen sind davon nicht betroffen. Dort darf Alkohol weiterhin nach den üblichen Bewirtungsregeln verkauft und konsumiert werden.

Zunächst will Deutsche Bahn auf Verwarnungen durch das Personal sowie auf Durchsagen und Aushänge in den Bahnhöfen setzen. Wer die Regel missachtet, kann vom Personal aufgefordert werden, das Bahnhofsgelände zu verlassen. Wiederholte Verstöße können zu einem Hausverbot führen.

Das Unternehmen arbeitet mit der Bundespolizei zusammen, die ihre Kontrollen Ende Mai voraussichtlich verstärken und auf die neuen Einschränkungen aufmerksam machen wird. Die Durchsetzung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die deutschen Bahnbehörden auch an ausgewählten Bahnhöfen in anderen Städten weiter Alkoholverbote testen.

Die Ausweitung ist bedeutsam, weil diese Bahnhöfe zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten in Nordrhein-Westfalen zählen – einem Bundesland mit dichtem Pendlerverkehr und starkem Fernverkehr auf der Schiene. Für Reisende, die Bahnsteige seit Langem mit einem Bier vor der Abfahrt oder einem Wein auf dem Heimweg verbinden, markiert die neue Regel einen klaren Wandel darin, wie Deutsche Bahn ihre öffentlichen Räume genutzt sehen will.

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