29.06.2026

Eden Hazard, der frühere Spieler von Chelsea und Real Madrid, hat vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada seine eigene Wein-„Weltmeisterschaft“ veranstaltet und dabei neuseeländischen Weißwein nach einem Turnierbaum zum Gesamtsieger gekürt, zu dem auch Spanien, Frankreich, Portugal, Deutschland, Kroatien, England und die Vereinigten Staaten gehörten.
Hazard, der nach einer von großem Erfolg in der Premier League und einer schwierigen Schlussphase in Spanien geprägten Karriere vom Profifußball zurücktrat, teilte den informellen Wettbewerb als persönliche Verkostungsaufgabe rund um nationale Weinstile. Das Format orientierte sich an einem K.-o.-Turnier, mit Weißweinen auf der einen und Rotweinen auf der anderen Seite des Turnierbaums.
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Im Weißwein-Tableau verglich Hazard zunächst England mit Neuseeland und entschied sich für Neuseeland. Anschließend verkostete er Deutschland gegen Kroatien und sagte, der kroatische Wein sei „too strong for me“, womit Deutschland weiterkam. Im Halbfinale zwischen Neuseeland und Deutschland sagte er, es sei nicht leicht gewesen, den Unterschied zu erkennen, letztlich wählte er aber Neuseeland.
Die Rotweinseite brachte eines der bemerkenswertesten Duelle für spanische Weinfreunde hervor: Spanien gegen die Vereinigten Staaten. Hazard entschied sich für Spanien. In der anderen Begegnung traf Portugal auf Frankreich, und Hazard favorisierte Frankreich schnell. Daraus ergab sich ein Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich, bei dem es nach seinen Worten erhebliche Diskussionen gab, bevor er Spanien zum Sieger erklärte.
Das Finale brachte dann zwei sehr unterschiedliche Profile zusammen: einen Weißwein aus Neuseeland und einen Rotwein aus Spanien. Hazard sagte, beide Optionen hätten ihn angesprochen, er müsse aber eine endgültige Wahl treffen. „I’m more of a red wine person, but I’m going to choose the white wine“, sagte er und gab Neuseeland den Titel, während Spanien Zweiter wurde.
Die Aktion wurde als spielerische persönliche Rangliste und nicht als formelle Verkostung oder professionelle Jurierung präsentiert. Dennoch erregte sie Aufmerksamkeit, weil Hazard eine bekannte Persönlichkeit ist und weil spanischer Wein in einem Wettbewerb weit kam, der einige der bekanntesten Erzeugerländer der Welt gegenüberstellte.
Spaniens Platz unter Hazards letzten vier spiegelt seine breite internationale Stellung als einer der großen Weinproduzenten Europas wider, mit starker Anerkennung für Rotweine aus Regionen wie Rioja und Ribera del Duero. Neuseelands Sieg auf der Weißweinseite passt ebenfalls zu seinem Ruf in den Exportmärkten, insbesondere für Sauvignon Blanc, der zu einem der bekanntesten Stile des Landes geworden ist.
Hazard wird seit Langem eher mit Spitzenfußball als mit Ess- und Trinkkultur in Verbindung gebracht, doch ehemalige Sportler nutzen zunehmend soziale Medien und persönliche Projekte, um Interessen jenseits des Sports zu teilen. In diesem Fall wurde Wein zum Thema, über das er sein Leben nach der Karriere mit der globalen Stimmung rund um die WM 2026 verknüpfte.
Für Tourismus und Weinproduzenten kann eine solche Überschneidung von Nutzen sein. Erwähnungen durch Prominente ersetzen keine kritischen Bewertungen oder Marktdaten, können aber dazu beitragen, Gelegenheitskonsumenten in Gespräche über Herkunft, Stil und Vorlieben einzubeziehen. Ein einfacher Länder-Turnierbaum kann Wein zudem zu einem zugänglichen Thema für Zielgruppen machen, die sich sonst vielleicht nicht für Verkostungen oder Appellationsnachrichten interessieren.
Hazards Entscheidungen beruhten auf dem Geschmack und nicht auf technischen Kriterien. Er legte keine Bewertungsbögen, Jahrgänge oder Produzentennamen vor, und es gab keinen Hinweis darauf, dass die Flaschen ausgewählt wurden, um offizielle nationale Standards zu repräsentieren. Dennoch boten seine Kommentare einen Einblick in persönliche Vorlieben: Leichtere oder frischere Weißweine schienen ihm bei der endgültigen Entscheidung zuzusagen, trotz seiner erklärten Vorliebe für Rotwein.
Das Ergebnis dürfte spanische Anhänger enttäuschen, die sahen, wie ihr Land bis ins Finale von Hazards Auswahl kam, nur um am letzten Schritt zu scheitern. Doch in seiner Version einer globalen Meisterschaft holte Neuseeland den Pokal, Spanien wurde Zweiter, und für einen kurzen Moment ersetzte Wein den Fußball als Wettbewerbsfeld.
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