02.06.2026
Der Bundesstaat New York hat das US-Landwirtschaftsministerium aufgefordert, eine Katastrophenerklärung auszusprechen, nachdem Frost im April Obstkulturen im gesamten Bundesstaat, darunter auch Trauben, beschädigt hatte und die Erzeuger laut dem Büro von Gouverneurin Kathy Hochul mit Verlusten von mehr als 30 Millionen Dollar konfrontiert sind.
Der am 20. Mai eingereichte Antrag folgt auf eine Phase ungewöhnlich warmer Witterung, die viele Obstplantagen und Weinberge zu einer frühen Blüte veranlasste, bevor die Temperaturen im April unter 23 Grad fielen. Nach Angaben der Behörden traf der Frost Äpfel, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen, Trauben und Erdbeeren; einige Betriebe meldeten Ernteverluste zwischen 15% und 100%.
Sollte das USDA die Erklärung genehmigen, könnten betroffene Landwirte in den berechtigten Counties zinsgünstige Notkredite beantragen. Dafür hätten sie ab dem Datum der Erklärung acht Monate Zeit. Nach Angaben des Bundesstaats sollen die Darlehen den Erzeugern helfen, Schäden zu bewältigen, die eintrafen, als Knospen und Triebe bereits besonders anfällig waren.
Hochul erklärte in einer Stellungnahme, New Yorks Erzeuger hätten einen erheblichen Schlag erlitten, und forderte die Bundesbehörden auf, rasch zu handeln. Zugleich rief sie die Einwohner dazu auf, weiterhin heimisches Obst und Produkte aus New Yorker Erzeugnissen zu kaufen.
Der Bundesstaat nannte Albany, Columbia, Dutchess, Erie, Greene, Niagara, Chautauqua, Onondaga, Orange, Putnam, Schuyler, Sullivan, Ulster, Westchester und Yates als betroffene Counties. Außerdem führte er benachbarte Counties auf, die im Rahmen des bundesstaatlichen Hilfsverfahrens als angrenzende Gebiete infrage kommen könnten.
Für Weinproduzenten trifft der Frost einen sensiblen Zeitpunkt im Vegetationsverlauf. Bereits ausgetriebene Reben können besonders anfällig für plötzliche Kälteeinbrüche sein; Verluste in dieser Phase können die später zur Ernte verfügbare Fruchtmenge verringern. Das kann das Angebot für Weingüter verknappen und Kosten für Neupflanzungen, Rebschnitt und andere Wiederaufbaumaßnahmen erhöhen.
Nach Angaben der Landwirtschaftsbehörden des Bundesstaats ergab ihre Erhebung weit verbreitete Schäden in den Obstbetrieben nach dem Temperatursprung. Das Büro bezeichnete das Ereignis als Teil eines Musters extremer Wetterlagen, mit denen Landwirte angesichts stärkerer Wechsel zwischen Wärme und Kälte zunehmend konfrontiert sind.
Das USDA hat bislang nicht bekannt gegeben, ob es die Katastrophenfeststellung gewährt.
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