Italiens Lebensmittelbetrugs-Inspektion beschlagnahmte 2025 Waren im Wert von 47,8 Millionen Euro

Ein neuer Bericht zeigt, dass die Behörden im vergangenen Jahr 55.000 Kontrollen durchführten, wobei die Weinproduktion besonders genau unter die Lupe genommen wurde.

16.07.2026

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Italiens Lebensmittelbetrugs-Inspektion beschlagnahmte 2025 Waren im Wert von 47,8 Millionen Euro

Italiens Lebensmittelbetrugs-Inspektion führte 2025 fast 500 Beschlagnahmungen im Wert von mehr als 47,8 Millionen Euro durch, wie aus einem neuen Tätigkeitsbericht hervorgeht, der im Landwirtschaftsministerium vorgestellt wurde und ein umfassendes Bild einer verschärften Durchsetzung entlang der landwirtschaftlichen und Lebensmittel-Lieferkette des Landes sowie einen deutlichen Fokus auf die regulierte Weinproduktion zeichnet.

Der Bericht der Zentralen Inspektion für Qualitätsschutz und Betrugsbekämpfung bei Agrar- und Lebensmittelprodukten, bekannt als Icqrf, teilte mit, dass die Behörde im vergangenen Jahr 55.000 Kontrollen entlang der Agrar- und Lebensmittelkette durchgeführt habe. Zudem wurden 5.559 Verwaltungsverstöße, 3.411 formelle Verwarnungen und 132 Strafanzeigen an die Justizbehörden gemeldet.

Die Zahlen wurden im italienischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forsten bei einer Veranstaltung vorgestellt, die zugleich zwei Jubiläen markierte: 40 Jahre seit der Gründung der Inspektion im Jahr 1986 und 50 Jahre seit der Neuordnung der Berufsordnung der Agronomen und Forstwirte.

Francesco Lollobrigida, Italiens Landwirtschaftsminister, sagte bei der Präsentation, die Zahl der Kontrollen sei seit 2023 sowohl nach Umfang als auch nach Qualität um 21 % gestiegen. Der Anstieg spiegele Kontrollen wider, die besser in der Lage seien, systemische Schwachstellen und schwere Verstöße zu erkennen.

Felice Assenza, Abteilungsleiter im Ministerium, sagte, der Agrar- und Lebensmittelsektor sei in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend zentral für Italiens wirtschaftliche, soziale und ökologische Strategien geworden. Icqrf habe seine Rolle als fortschrittliches System für Schutz, Prävention und Kontrolle gestärkt, das auch auf europäischer Ebene anerkannt sei.

Der Bericht zeigt, wie stark diese Arbeit inzwischen von Laboranalysen abhängt. Icqrf teilte mit, 10.837 analytische Kontrollen und 367.039 Bestimmungen an insgesamt 55.314 Produkten durchgeführt zu haben. Die Behörde stellte diese Zahlen als Beleg für die wachsende Rolle wissenschaftlicher Instrumente bei der Überprüfung von Rückverfolgbarkeit und Authentizität dar.

Ein erheblicher Teil der Arbeit betraf zertifizierte Produkte. Der Bericht sagte, die Inspektoren hätten 6.448 gezielte Kontrollen an Waren mit geschütztem geografischem Status durchgeführt, darunter DOP- und IGP-Kennzeichnungen. Zudem wurden mehr als 11.000 Kontrollen im regulierten Weinsektor gemeldet, was unterstreicht, wie genau die italienischen Behörden die Einhaltung der Vorschriften in einer der wertvollsten Getränkeindustrien des Landes überwachen.

Das ist nicht nur für den Wein von Bedeutung. Für Hersteller alkoholischer Getränke und anderer regulierter Getränke deutet der Umfang der Kontrollen auf ein strengeres Compliance-Umfeld hin, mit größerer Anfälligkeit für Betrug, Kennzeichnungsprobleme und andere Formen der Nichtkonformität, wenn Dokumentation, Herkunftsangaben oder Produktionspraktiken nicht den gesetzlichen Standards entsprechen.

Der Bericht hob zudem einen deutlichen Anstieg der Durchsetzung im Zusammenhang mit unlauteren Handelspraktiken hervor. Die Kontrollen nach Italiens Regeln gegen unlautere Geschäftspraktiken stiegen von 488 im Jahr 2023 auf 3.536 im Jahr 2025. Das Ministerium stellte diese Arbeit als Teil einer breiteren Anstrengung dar, die Vertragstransparenz und die wirtschaftliche Stellung der Erzeuger, insbesondere kleinerer Betriebe, zu schützen.

Mauro Uniformi, Präsident von Conaf, dem nationalen Rat der Agronomen und Forstwirte, sagte, die hohe Qualität und die Produktionsstandards, die die italienische Agrar- und Lebensmittelkette erreicht habe, seien durch spezialisiertes Fachwissen möglich geworden, das darauf abziele, sichere Lebensmittel auf wirtschaftlich und sozial nachhaltige Weise zu produzieren.

Zusammengenommen deuten die Daten auf ein Jahr hin, in dem die italienischen Behörden die Aufsicht nicht nur durch Vor-Ort-Kontrollen, sondern auch durch Laborprüfungen und rechtliche Durchsetzung ausweiteten. Für Unternehmen in geschützten Denominationen und regulierten Getränkekategorien, insbesondere Wein, signalisiert der Bericht, dass die behördliche Kontrolle entlang der Lieferkette breiter und intensiver wird.

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