13.07.2026

Der Bierabsatz in den Vereinigten Staaten ist während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 deutlich gestiegen, wobei die größten Zuwächse in den Gastgebermärkten sowie in Bars, Restaurants und Taprooms zu verzeichnen sind, wie neue Daten des Beer Institute zeigen.
Die Branchenorganisation teilte mit, dass die Bierverkäufe im Außer-Haus-Verkauf in den Gastgebermärkten während des Turniers um 15,4 % gestiegen sind. Landesweit legten die Bierverkäufe im Außer-Haus-Verkauf um 5,5 % zu, was darauf hindeutet, dass das Ereignis die Nachfrage weit über die Städte mit Spielen hinaus anhebt. Der Anstieg kommt für Brauereien zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt, nachdem sie mehrere Jahre rückläufiger Volumina hinter sich haben und nun erleben, wie ein großes internationales Sportereignis wieder mehr Gäste in die Gastronomie zieht.
Brian Crawford, Präsident und Chief Executive des Beer Institute, sagte, die Weltmeisterschaft habe sich zu einem breiten gesellschaftlichen Ereignis entwickelt, das sich um Bars, Stadien und das Zuschauen zu Hause drehe. „Das ist mehr als ein Fußballturnier. Es ist ein globales Ereignis, bei dem Menschen aus aller Welt in Bars, Stadien und Wohnzimmern zusammenkommen, um ihre Heimatländer mit einem kalten Bier anzufeuern“, sagte Crawford. Er fügte hinzu: „Bier ist weiterhin das Getränk, mit dem Fans den Moment feiern und sich verbinden.“
Die stärksten Zuwächse kamen beim Fassbier. In den Gastgebermärkten stiegen die Abverkäufe von Fassbier-Kegs pro Zapfleitung um 14,21 %, mehr als doppelt so stark wie der in Nicht-Gastgeberregionen gemeldete Anstieg von 6,21 %, so das Beer Institute. Auch abgefülltes Bier verzeichnete ein kräftiges Wachstum: Flaschen und Dosen legten in den Gastgeberstaaten um 19,2 % zu. Die Bierverkäufe in den Stadien stiegen um 22 %, obwohl die Preise häufig zwischen 15 und 20 US-Dollar lagen.
Die Zahlen deuten auf einen breiten Aufschwung für das Gastgewerbe hin, der mit dem Zuschauen der Spiele verbunden ist. Das Beer Institute erklärte, dass selbst Staaten ohne WM-Spiele Zuwächse verzeichnen, wobei der gesamte Getränkeumsatz um 1 % bis 3 % steigt, da sich Fans in lokalen Sportsbars zum gemeinsamen Schauen versammeln. Das ist für Getränkehersteller, Distributoren und Betreiber von Veranstaltungsorten wichtig, weil es während großer Sportereignisse einen unmittelbaren Hinweis auf Nachfragemuster liefert und helfen kann, Lagerplanung, Personalbesetzung und den Betrieb der Zapfanlagen zu steuern, solange das Turnier läuft.
Einige lokale Märkte haben besonders starke Zuwächse verzeichnet. In Massachusetts meldeten Bars und Restaurants in den ersten Turnierwochen einen Umsatzanstieg von rund 27,5 %, so das Beer Institute. In Boston profitierten die Betriebe von anreisenden schottischen Fans, und die Nachfrage war offenbar so hoch, dass einige Standorte, darunter das Sam Adams Downtown Taproom, Berichten zufolge am Wochenende Notlieferungen von Bier erhielten, um Engpässe zu vermeiden.
Auch Kalifornien hat bei Spielen im SoFi Stadium und im Levi’s Stadium starke Ergebnisse erzielt. Das Beer Institute teilte mit, dass die Bierverkäufe im Außer-Haus-Verkauf im Bundesstaat um 17,9 % gestiegen sind. In Philadelphia, wo sechs WM-Spiele ausgetragen wurden, konsumierten Fans während der Feiern rund um die Spiele mehr als 290.000 Biere.
Die Daten deuten darauf hin, dass sich die Ausgaben nicht auf ein einziges Format oder einen einzigen Veranstaltungsorttyp beschränkt haben. Fans kaufen abgefülltes Bier, bestellen Pints vom Fass und zahlen die Premiumpreise in Stadien, während sie die Spiele vor Ort oder bei Watch Parties verfolgen. Für Brauereien und Einzelhändler gleichermaßen ist diese Mischung wichtig, weil sie zeigt, dass sich die Nachfrage über mehrere Vertriebskanäle verteilt und nicht nur in Arenen oder nur in Nachbarschaftsbars konzentriert.
Der Effekt der Weltmeisterschaft auf den Bierabsatz spiegelt auch wider, wie große Sportereignisse schwächere Trends bei Alkoholvolumina vorübergehend umkehren können, indem sie konzentrierte Phasen des geselligen Trinkens schaffen. Die Gastgeberstädte scheinen am direktesten von Tourismus und Spieltagverkehr zu profitieren, doch auch Nicht-Gastgeberregionen verzeichnen Spillover-Effekte, da sich Fans lokal versammeln. Da noch weitere Spiele ausstehen, dürften Brauereien und Gastronomiebetriebe weiter beobachten, ob die aktuellen Zuwächse bis in die späteren Turnierphasen anhalten.
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