TTB präzisiert Kennzeichnungsvorschriften für Allergene bei alkoholischen Getränken

Aktualisierte bundesweite Leitlinien informieren Hersteller und Importeure darüber, wann Etiketten für Wein, Spirituosen und Malzgetränke wichtige Allergene aus Produkten oder aus der Verarbeitung ausweisen müssen.

10.07.2026

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Das Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau hat seine öffentlichen Hinweise zur Kennzeichnung wichtiger Lebensmittelallergene für Wein, Destillate und Malzgetränke aktualisiert und präzisiert, wie Hersteller und Importeure Allergene auf Alkoholetiketten ausweisen sollen, die unter bundesrechtliche Vorschriften fallen.

Die in den Online-FAQ der Behörde veröffentlichte Leitlinie erläutert, dass die Kennzeichnungsvorschriften nach 27 CFR von Unternehmen für alkoholische Getränke verlangen, klare Informationen bereitzustellen, wenn wichtige Lebensmittelallergene in Produkten enthalten sind oder während der Herstellung oder Verarbeitung verwendet werden. Ziel der Hinweise ist es, Verbraucher mit Lebensmittelallergien dabei zu unterstützen, potenzielle Risiken beim Kauf oder Konsum dieser Getränke zu erkennen.

Nach Angaben der TTB zählen zu den relevanten Allergenen in der Regel Milch, Eier, Fisch, Krebstiere, Baumnüsse, Erdnüsse, Weizen und Sojabohnen. Unternehmen, die Wein, Spirituosen und Malzgetränke herstellen oder importieren, müssen die Kennzeichnungsvorgaben der Behörde einhalten, wenn diese Allergene im Produkt enthalten sind. Die Behörde erklärt zudem, dass Etiketten auch Format- und Platzierungsvorgaben erfüllen müssen, damit die Angaben sichtbar und lesbar sind.

Die aktualisierten Hinweise sind besonders relevant für Unternehmen, die Verarbeitungshilfsstoffe wie Schönungsmittel einsetzen, die aus allergenen Lebensmitteln gewonnen sein können. In der Praxis bedeutet das, dass Hersteller nicht nur Zutaten, sondern auch Produktionsmethoden prüfen müssen, um festzustellen, ob eine Allergenkennzeichnung erforderlich ist. Die Materialien der TTB befassen sich auch mit der Verwendung von „Contains:“-Angaben, ein Punkt, der für die Etikettierung und die Compliance-Prüfung wichtig ist.

Auch wenn die Behörde darauf hinweist, dass in einigen Fällen Ausnahmen gelten können, empfiehlt sie Herstellern, ihre Vorschriften und Hinweise genau zu prüfen, um sicherzustellen, dass die Etiketten den bundesrechtlichen Standards entsprechen. Für Importeure kann die Klarstellung zusätzliches Gewicht haben, da Produkte, die in den US-Markt gelangen, den inländischen Kennzeichnungsvorschriften entsprechen müssen, selbst wenn sie im Ausland nach anderen Verfahren hergestellt wurden.

Für die Getränkeindustrie könnte sich die Leitlinie über das Etikettendesign hinaus auswirken. Sie kann die Beschaffung von Zutaten, die Dokumentation und die interne Prüfung von Keller- und Produktionsabläufen für Weingüter, Brennereien und Hersteller von Malzgetränken beeinflussen. Unternehmen, die auf Schönungsmittel auf Ei- oder Milchbasis oder andere allergenbezogene Rohstoffe setzen, müssen möglicherweise vor der Einreichung von Etiketten oder dem Inverkehrbringen von Produkten klären, ob diese Verwendungen eine Kennzeichnungspflicht auslösen.

Die Aktualisierung dient auch dem Verbraucherschutz. Angaben zu Lebensmittelallergien auf Alkoholetiketten können für Käufer schwieriger zu erfassen sein als die Kennzeichnung herkömmlicher verpackter Lebensmittel, weil alkoholische Getränke einem eigenen Regelwerk unterliegen. Indem die TTB die Vorschriften in klarer Sprache neu darstellt, scheint sie sowohl für Branchenvertreter als auch für Verbraucher, die auf verlässliche Allergeninformationen angewiesen sind, für weniger Verwirrung sorgen zu wollen.

Die Behörde empfiehlt Verbrauchern, Etiketten sorgfältig zu lesen, und verweist sowohl Verbraucher als auch Branchenvertreter für weitere Informationen zur Allergenkennzeichnung auf ihre Website. Für Hersteller und Importeure ist die Botschaft eindeutig: Die Einhaltung der Allergenkennzeichnung bleibt Teil der Etikettengenehmigung und des Marktzugangs für alkoholische Getränke in den Vereinigten Staaten, und selbst routinemäßige Verarbeitungsentscheidungen können regulatorische Folgen haben, wenn wichtige Allergene beteiligt sind.

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