JW Lees meldet Rekordumsatz und -gewinn dank höherer Nachfrage nach Fassbier im Pub-Geschäft

Die Brauerei aus Manchester sagte, Boddingtons Cask Bitter habe zu einem Anstieg der Kernabsätze von Fassbier um 3,7 % beigetragen.

20.07.2026

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JW Lees meldet Rekordumsatz und -gewinn dank höherer Nachfrage nach Fassbier im Pub-Geschäft

JW Lees, die in Manchester ansässige Brauerei und Pub-Betreiberin, meldete ein Rekordgeschäftsjahr mit einem Umsatz von 105,6 Millionen Pfund und einem Vorsteuergewinn von 8,8 Millionen Pfund. Das Unternehmen erklärte, eine stärkere Nachfrage nach Fassbier und fortgesetzte Investitionen in das eigene Portfolio hätten die Entwicklung im gesamten Geschäft im Nordwesten Englands gestützt.

Das familiengeführte Unternehmen teilte mit, dass die Kernabsätze von Fassbier im Jahresverlauf um 3,7 % gestiegen seien. Ein wesentlicher Faktor sei die Wiederauflage von Boddingtons Cask Bitter gewesen, das nach einer 12-jährigen Pause zurückkehrte. JW Lees braut und vertreibt das Bier nun unter Lizenz der Budweiser Brewing Group.

Die Ergebnisse senden ein bemerkenswertes Signal an den Getränkefachhandel, insbesondere an Brauereien und Betreiber, die von Pubs und anderen On-Trade-Standorten abhängen. Das Wachstum bei den Fassbierabsätzen zusammen mit dem höheren Gewinn deutet darauf hin, dass Cask- und Keg-Bier auch dann weiter an Boden gewinnen können, wenn die Gastronomie in Großbritannien mit steigenden Kosten und steuerlichem Druck konfrontiert ist. Das dürfte Lieferanten, Pub-Gruppen und Getränkeunternehmen, die nach Zeichen von Widerstandsfähigkeit im Markt suchen, genau beobachten.

JW Lees teilte mit, im Laufe des Jahres mehr als 10 Millionen Pfund in den bestehenden Bestand investiert und mehr als 20 größere Umbauten in seinen Pubs, Inns und Hotels durchgeführt zu haben. Das Unternehmen weitete zudem sein Retail Operator-Modell aus, das inzwischen in acht Pubs eingesetzt wird. Derzeit betreibt es 45 Managed Sites und 85 Pub Partner Sites.

Seit dem Ende des Geschäftsjahres hat das Unternehmen zwei weitere Pubs übernommen: The Royal Oak in Glossop und den Bull’s Head in Poynton. JW Lees sagte, es investiere in beide Objekte, bevor sie im Juli und September wiedereröffnet werden.

William Lees-Jones sagte, das Unternehmen habe sowohl beim Umsatz als auch bei der Profitabilität ein Rekordjahr erzielt. Er sagte, der lange heiße Sommer 2025 habe dem Geschäft einen starken Jahresauftakt verschafft und den Teams geholfen, die Produktivität zu steigern.

Gleichzeitig, so sagte er, bleiben Brauerei und Gastronomie schwierige Branchen. Nach Angaben von Lees-Jones sieht sich das Unternehmen weiterhin mit über der Inflation liegenden Lohnkostensteigerungen, hohen Business Rates und begrenzter staatlicher Unterstützung konfrontiert. Er forderte zudem politische Maßnahmen, die die Gastronomie besser unterstützen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen würden.

Lees-Jones sagte, jüngste Änderungen an der Business Property Relief, die von Chancellor Rachel Reeves eingeführt wurden, hätten den Druck auf Familienunternehmen wie JW Lees erhöht. Er sagte, die Änderungen bedeuteten, dass das Unternehmen für Familienaktionäre mit einer höheren Erbschaftsteuerbelastung planen müsse, was seiner Ansicht nach die Investitionsfähigkeit verringern würde.

Er sagte außerdem, diese Steueränderungen könnten ausländischen Unternehmen und von Private Equity unterstützten Firmen einen Vorteil verschaffen, die nicht denselben Kosten ausgesetzt seien. Seiner Ansicht nach schwächt das die Fähigkeit britischer Familienunternehmen zu investieren, gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die Gesamtwirtschaft Wachstum brauche.

JW Lees teilte mit, dass das Unternehmen auch mit Blick auf sein 200-jähriges Jubiläum im Jahr 2028 in Familienbesitz bleiben wolle. Die jüngsten Zahlen zeigen eine Brauerei und einen Pub-Betreiber, der aus einer Position der Stärke heraus wächst, zugleich aber warnt, dass Kosteninflation und Fiskalpolitik bestimmen könnten, wie viel Unternehmen wie dieses in Bierproduktion, Gastronomiestandorte und künftiges Wachstum investieren können.

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