Clément Sommier gewinnt in Lyon den Titel des besten Sommeliers Frankreichs

Nach dem knapp verpassten Erfolg 2024 setzte sich der in Burgund ausgebildete Weinexperte in einem anspruchsvollen Finale durch, das moderne Fähigkeiten im Getränkeservice auf die Probe stellte

06.07.2026

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Clément Sommier gewinnt in Lyon den Titel des besten Sommeliers Frankreichs

Clément Sommier gewann am Montag in Lyon den Wettbewerb um den Titel des Best Sommelier of France 2026 und holte damit eine der höchsten Auszeichnungen des Landes im Weinservice, nachdem er vor zwei Jahren bereits das Finale erreicht hatte.

Der vom Union de la Sommellerie Française organisierte Wettbewerb endete im Théâtre des Célestins vor rund 400 Zuschauern und einer Fachjury. Sommier setzte sich nach einem etwa dreistündigen Finale gegen Augustin Belleville und Audrey Brugière durch.

Laut der französischen Weinpublikation La Revue du vin de France wurden die Finalisten in einem breiten Spektrum von Fähigkeiten geprüft, die den Anforderungen der modernen Sommellerie entsprechen. Sie mussten fehlerhafte Cocktailrezepte korrigieren, ein Menü im Stil von Lyon rund um zugewiesene Weine zusammenstellen, Weine mit einer gastronomischen Sauce kombinieren und eine Blindanalyse eines Weins sowie mehrerer Spirituosen absolvieren.

Sommier stammt aus Burgund und hatte sich schon vor seinem diesjährigen Sieg ein Profil in der Branche aufgebaut. Er hat einen Abschluss in Politikwissenschaft und einen Master in Weinhandel von der Burgundy School of Business. Seine Ausbildung begann er bei Georges Blanc und wechselte später vor fünf Jahren zur Schweizer Berthaudin-Gruppe, wo er sich weiter auf Wettbewerbe auf höchstem Niveau vorbereitete.

Sein Sieg markiert den Abschluss eines zweiten Anlaufs auf den nationalen Titel. 2024 erreichte er das Finale, gewann jedoch nicht. Diesmal sicherte er sich nach weiteren zwei Jahren Vorbereitung den Titel, den viele in französischen Weinkreisen als Maßstab für technisches Wissen, Verkostungsfähigkeit und Service unter Druck ansehen.

„Ich bin sehr glücklich. Vielen Dank an alle Menschen, die mich in den vergangenen fünf Jahren bei diesen Wettbewerben unterstützt haben“, sagte Sommier bei der Entgegennahme der Auszeichnung, wie La Revue du vin de France berichtete. „Das sind keine einfachen Momente, und heute hat es sich ausgezahlt.“

Das Ergebnis hat auch über die Wettbewerbsbühne hinaus Gewicht. In Frankreich können bedeutende Sommeliers-Titel Karrieren in Restaurants, Hotels, im Weinhandel und in den Beziehungen zu Erzeugern prägen. Ein nationaler Sieger gewinnt oft größere Sichtbarkeit bei Importeuren, Weingütern und Hospitality-Gruppen, was beeinflussen kann, wie Weine und Spirituosen Verbrauchern und gewerblichen Käufern präsentiert werden. Auch die Struktur des diesjährigen Finales, das neben dem Weinservice Cocktails und Eaux-de-vie einschloss, spiegelte wider, wie sich Fachwissen über Getränke heute über das traditionelle Kellerwissen hinaus erstreckt.

Die nächste Ausgabe des Wettbewerbs um den Titel des Best Sommelier of France ist für 2028 angesetzt. Bis dahin richtet sich die Aufmerksamkeit der französischen Sommellerie auf ein weiteres großes Ereignis später in diesem Jahr: den Wettbewerb um den Titel des Best Sommelier of the World in Lissabon im Herbst. Frankreich wird von Pascaline Lepeltier vertreten, die nach ihrem knappen Verpassen des Hauptpreises bei der letzten Ausgabe in Paris 2023 erneut antreten wird.

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