Trockene Weine stellen 2025 die Mehrheit im deutschen Qualitätsweinmarkt

Neue Zahlen zeigen eine anhaltende Abkehr von süßeren Stilen, während auch trockene Schaumweine Marktanteile gewannen.

16.07.2026

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Trockener Wein gewann 2025 in Deutschland weiter an Boden: 53% aller deutschen Qualitätsweine und Prädikatsweine wurden laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) auf Grundlage einer Auswertung der bundesweiten Qualitätsweinprüfung als trocken eingestuft.

Der Wert lag 1 Prozentpunkt über 2024 und setzte einen längerfristigen Wandel der deutschen Weinstile fort. Trockene Weine machten 2020 48% und 2010 40% aus, teilte das Institut mit. Die Daten deuten auf eine stetige Abkehr von süßeren Profilen in einem der größten weinproduzierenden Länder Europas hin.

Dasselbe Muster zeigte sich bei Schaumwein. Unter den geprüften Schaumweinen stieg der Anteil von Brut, Extra Brut und Brut Nature 2025 auf 54%, nach 50% im Jahr 2020. Halbtrockene Weine lagen unverändert bei 19% und damit auf dem Niveau des Vorjahres, während feinherbe und süße Weine gegenüber 2024 um 1 Prozentpunkt zurückgingen.

Auch die Farbverteilung verschob sich weiter. Weißweine stellten 2025 laut DWI 70% des Qualitätsweinangebots. Rosé erreichte 13%, während Rotweine auf 17% zurückgingen. Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich der Markt sowohl beim Süßegrad als auch bei der Farbe weiter in Richtung leichterer Stile bewegt.

Insgesamt durchliefen 2025 rund 6,2 Millionen Hektoliter Wein die deutsche Qualitätsweinprüfung, teilte das DWI mit. Das waren 7% weniger als ein Jahr zuvor. Als einen wahrscheinlichen Grund nannte das Institut die vergleichsweise kleine Ernte 2024. Über mehrere Jahre betrachtet machen Weine, die die Qualitätsweinprüfung bestehen, rund 95% der deutschen Weinproduktion aus.

Die Zahlen sind über die Rebenstatistik hinaus relevant, weil sie beeinflussen können, wie Erzeuger, Händler und Restaurants ihre Sortimente planen. Ein größerer Anteil trockener Still- und Schaumweine dürfte Einkaufsentscheidungen, Regalflächen und Bestandsmanagement im deutschen Getränkefachhandel beeinflussen, insbesondere bei Supermärkten und Gastronomiebetrieben, die ihre Weinauswahl an die Verbrauchernachfrage anpassen.

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