Spirituosenbasierte RTDs legen zu, während die Spirituosenmengen in den USA sinken

IWSR-Daten zeigen, dass Verbraucher insgesamt beim Alkoholkonsum zurückhaltender werden, während Convenience-orientierte Cocktails an Boden gewinnen.

12.05.2026

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Die Spirituosenmengen gingen im vergangenen Jahr in den Vereinigten Staaten um 4 % zurück, doch trinkfertige Cocktails auf Spirituosenbasis legten um 14 % zu. Das geht aus neuen Daten von IWSR hervor, die auf eine deutliche Spaltung im Alkoholmarkt hindeuten, da die Verbraucher ihre Gesamtausgaben zurückfuhren.

Die Zahlen aus dem U.S. Navigator Report von IWSR zeigen, dass das gesamte Volumen alkoholischer Getränke im Land 2025 um 5 % sank. Bier und Wein gaben jeweils um 6 % nach, während RTDs insgesamt um 1 % zurückgingen. Hinter diesem moderaten Rückgang verbarg sich jedoch eine deutlichere Entwicklung innerhalb der Kategorie: RTDs auf Malzbasis verloren 5 %, während spirituosenbasierte RTDs um 14 % zulegten.

Das Wachstum spirituosenbasierter RTDs wird von Marken wie Gallo’s High Noon angeführt, die von der Nachfrage der Verbraucher nach Bequemlichkeit und Anlässen mit geringerem Aufwand profitieren. Zugleich stiegen die Volumina sogenannter nationaler Spirituosen in den USA um 18 %, wobei rund 80 % dieses Segments auf koreanisches Soju entfielen. Dennoch machte Soju 2024 weiterhin weniger als 1 % des US-Spirituosenvolumens aus.

IWSR erklärte, ein weiterer aktueller Bericht prognostiziere für Soju in den USA zwischen 2024 und 2029 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 16 %, obwohl das gesamte Spirituosenvolumen im selben Zeitraum voraussichtlich um 2 % sinken werde.

Der Rückgang war landesweit breit angelegt. Das Gesamtvolumen alkoholischer Getränke sank in 49 Bundesstaaten; nur Nevada verzeichnete mit 4 % ein Plus. Das Spirituosenvolumen ging in 37 Bundesstaaten zurück. Minnesota und Idaho meldeten jeweils Zuwächse von 4 %, Oregon legte um 2 % zu.

Bier ging in allen Bundesstaaten außer Illinois und Nevada zurück. Wein verzeichnete überall Rückgänge mit Ausnahme von West Virginia. Die RTD-Entwicklung fiel je nach Markt unterschiedlich aus: Kalifornien lag mit 8 % im Minus, Texas blieb unverändert und Florida legte um 7 % zu.

Marten Lodewijks, Präsident und Managing Director von IWSR, sagte, Erschwinglichkeitsdruck veranlasse viele Verbraucher dazu, ihre diskretionären Ausgaben zu kürzen, was die Getränkealkoholbranche belaste. Die Zahl der Konsumenten habe sich kaum verändert, doch mehr Menschen tranken seltener und konsumierten bei Gelegenheiten weniger Getränke.

Er fügte hinzu, dass auch Moderationstrends die Nachfrage beeinflussten; er erwarte jedoch, dass Kategorien, die derzeit rückläufig seien, wieder wachsen würden, sobald sich das Verbrauchervertrauen verbessere.

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