U.S. Bierabsatzmengen fielen vor der Sommersaison um 5,3 %

Bernstein sagte, der Rückgang bleibe bei den großen Brauereien breit angelegt; nur wenige Marken zeigten in einem schrumpfenden Markt Widerstandskraft.

09.06.2026

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U.S. Bierabsatzmengen fielen vor der Sommersaison um 5,3 %

Die Bierabsatzmengen in den USA sind in den vergangenen 12 Wochen um 5,3 % gefallen, wie aus einer neuen Notiz von Bernstein hervorgeht. Damit mehren sich die Anzeichen, dass die Nachfrage in weiten Teilen der Branche schwach bleibt, während die Brauereien in die wichtige Sommersaison starten.

Das Research-Haus erklärte, die Abschwächung habe sich in den jüngsten Daten nicht entspannt, sondern sei stabil geblieben. Auf Basis der zurückliegenden zwei Wochen lagen die Biermarktvolumina um 6,9 % niedriger, während das Vier-Wochen-Maß einen Rückgang von 7,2 % zeigte. Bernstein sagte, die Schwäche habe nach einem Anstieg der Benzinpreise begonnen und sich seither bei den großen Brauereien breit gehalten.

Der Bericht ist für Bierhersteller, Distributoren und Einzelhändler relevant, weil Volumentrends Produktionspläne, Regalflächenentscheidungen, Promotions und den Einkauf von Vorprodukten wie Malz und Hopfen beeinflussen. Ein anhaltender Rückgang der Auslieferungen kann zudem die Margen unter Druck setzen, wenn Unternehmen mit stärkeren Rabatten reagieren, um Marktanteile zu verteidigen.

Unter den größten Anbietern entwickelte sich Constellation Brands weiterhin besser als der Gesamtmarkt, obwohl auch dort die Volumina zurückgingen. Bernstein sagte, die Volumina von Constellation seien auf 12-Wochen-Basis um 2,3 % gefallen, also weniger stark als der Gesamtmarkt; dadurch gewann das Unternehmen 50 Basispunkte Marktanteil gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil erreichte 17,8 %.

Innerhalb des Portfolios von Constellation fiel die jüngste Markenentwicklung über die letzten vier Wochen gemischt aus. Modelo Especial sank gegenüber dem Vorjahr um 6,5 %, Corona Extra ging um 8,2 % zurück, während Pacifico um 10,4 % zulegte. Die Zahlen deuten darauf hin, dass selbst einer der stärksten Akteure im US-Biermarkt nicht vollständig gegen eine schwächere Verbrauchernachfrage abgeschirmt ist, auch wenn er sich weiterhin besser hält als die Wettbewerber.

Anheuser-Busch InBev verzeichnete laut Bernstein auf 12-Wochen-Basis einen Volumenrückgang von 4,2 %. Über die jüngsten vier Wochen legte Michelob Ultra um 0,9 % zu und Busch Light gab um 0,9 % nach. Andere Kernmarken zeigten deutlich stärkere Rückgänge: Bud Light fiel um 12,5 %, Budweiser um 9,5 %, Busch um 12,8 % und Natural Light um 8,6 %.

Molson Coors meldete auf 12-Wochen-Basis einen Volumenrückgang von 7,5 %. Im jüngsten Vier-Wochen-Zeitraum fiel Coors Light um 8,5 %, Miller Lite um 9,5 %, Keystone Light um 2,7 % und Blue Moon um 11,9 %. Coors Banquet war einer der wenigen Lichtblicke in dieser Gruppe und verzeichnete ein Wachstum von 1,4 %.

Boston Beer Company wies einige der stärksten Rückgänge im Bericht auf. Die Volumina sanken auf 12-Wochen-Basis um 13,7 % und gingen über die jüngsten vier Wochen im Vergleich zu denselben Zeiträumen des Vorjahres um 16,8 % zurück.

Auch das US-Geschäft von Heineken blieb unter Druck. Bernstein sagte, die Volumina seien auf 12-Wochen-Basis um 11,1 % gesunken und über vier Wochen um 12,5 % zurückgegangen.

Diageo schnitt etwas besser als der Marktdurchschnitt ab, verzeichnete aber dennoch niedrigere Volumina. Bernstein sagte, Diageos Biervolumina seien auf 12-Wochen-Basis um 1,7 % gefallen – also um 360 Basispunkte besser als der Gesamtmarkt.

Der Bericht verweist auf eine Branche mit schwacher Nachfrage über alle Preisklassen und Markenportfolios hinweg – zu einem Zeitpunkt, an dem Brauereien normalerweise auf wärmeres Wetter und saisonale Zusammenkünfte setzen würden, um den Absatz zu stützen. Analysten beschrieben die Schwäche nicht als auf ein einzelnes Unternehmen oder ein Segment beschränkt, sondern als breiten Rückgang bei Importbieren ebenso wie bei heimischen Light-Lagern und Craft-Marken.

Dieses breite Muster dürfte Investoren weiter darauf fokussieren lassen, ob Unternehmen ihre Profitabilität trotz sinkender Stückzahlen über Preise und Mix verteidigen können. Zugleich wirft es Fragen für Großhändler und Einzelhändler zu den Lagerbeständen in den Sommermonaten auf – einer Zeit, in der Bier typischerweise stärker von Outdoor- und Event-Konsum profitiert.

Bernsteins Daten deuten darauf hin, dass sich innerhalb eines schrumpfenden Marktes weiterhin relative Gewinner herausbilden. Constellation hat trotz geringerer Volumina weiter Marktanteile gewonnen, während einzelne Marken wie Pacifico, Michelob Ultra und Coors Banquet Widerstandskraft gezeigt haben. Diese Zugewinne reichten jedoch nicht aus, um die breiteren Rückgänge bei vielen der größten Marken des Landes auszugleichen.

Für Getreidelieferanten, Verpackungsunternehmen und andere Teile der Bierlieferkette sind die Zahlen ein weiteres Zeichen dafür, dass schwächere Konsumausgaben über einzelne Marken hinausgehen und zu einem branchenweiten Problem werden. Sollte sich dieser Trend über kommende Retail-Scans hinweg fortsetzen, könnten Brauereien für den Rest des Jahres vor schwierigeren Entscheidungen bei Promotions, Produktionsplänen und Ausgaben stehen.

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