26.06.2026

Das Unterhaus des russischen Parlaments hat ein Gesetz verabschiedet, das die staatliche Kontrolle über die Produktion von Whisky-Destillat verschärft und für diesen Bereich Regeln ausweitet, die bereits für Hersteller von Ethylalkohol sowie für Unternehmen gelten, die Lizenzen zur Herstellung, Lagerung und Lieferung des Getränks beantragen.
Nach Angaben der Staatsduma ändert die Maßnahme Russlands Gesetz über die staatliche Regulierung der Produktion und des Umlaufs von Ethylalkohol, alkoholischen Erzeugnissen und alkoholhaltigen Waren. Die neuen Regeln gelten nicht nur für Produzenten von Whisky-Destillat, sondern auch für Unternehmen, die Lizenzen für die Produktion, Lagerung und Lieferung von produziertem Ethylalkohol, einschließlich Whisky-Destillat, beantragen.
Das Gesetz erhöht die Anforderungen an das Stammkapital, erweitert die Gründe für den Entzug einer Lizenz zur Herstellung von Spirituosen und schafft eine Liste von Personen mit aus Sicht der russischen Behörden unzureichendem Ruf. Auf dieser Liste stehen auch Bürger, denen es untersagt ist, leitende Managementpositionen in Spirituosenunternehmen zu bekleiden.
Das Gesetz tritt am 1. September 2026 in Kraft. Bestimmungen mit verbindlichen Anforderungen werden am 1. November 2026 wirksam. Für bestehende Produzenten von Whisky-Destillat gelten die an Stammkapital und Nettovermögen geknüpften Anforderungen ab dem 1. März 2028 im Rahmen einer in der Gesetzgebung verankerten Übergangsfrist.
Die russische Alkohol- und Tabakaufsichtsbehörde Rosalkogoltobakkontrol teilte mit, dass die Produktion von Whisky-Destillat im Land 2023 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % gestiegen sei, dann 2024 um 54 % und 2025 um 60 %. Das Tempo dieses Wachstums erklärt mit, warum Gesetzgeber dazu übergehen, Whisky-Destillat einem strengeren Lizenzierungs- und Compliance-Rahmen zu unterstellen.
Für Getränkehersteller könnte die Änderung höhere Compliance-Kosten und strengere Markteintrittsbedingungen auf Russlands Spirituosenmarkt bedeuten, insbesondere für kleinere Anbieter oder neue Antragsteller. Langfristig könnten die strengeren Regeln auch den Wettbewerb in der inländischen whiskybezogenen Produktion beeinflussen, indem sie die Kapitalanforderungen erhöhen und die mit der Lizenzierung verbundenen Risiken ausweiten.
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