07.05.2026

Anora Group teilte am Mittwoch mit, dass das vergleichbare Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im ersten Quartal um 9,7 % gestiegen ist – ein Zeichen dafür, dass das Kostensenkungsprogramm erste Ergebnisse zeigt, obwohl der Umsatz in den nordischen Märkten weiter unter Druck blieb.
Der finnische Wein- und Spirituosenkonzern meldete für die drei Monate bis zum 31. März ein vergleichbares EBITDA von 8,8 Millionen Euro nach 8,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die vergleichbare EBITDA-Marge verbesserte sich von 5,7 % auf 6,5 %. Das ausgewiesene EBITDA sank von 8,9 Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro und spiegelte damit weitere Posten wider, die das Ergebnis belasteten.
Der Nettoumsatz ging um 4,0 % auf 135,8 Millionen Euro zurück, da geringere Wein-Kampagnenvolumina in Dänemark, zuvor weggefallene Volumina bei Filler-Services sowie Veränderungen im Partnerportfolio im Spirituosengeschäft das Ergebnis weiter belasteten. Das Unternehmen erklärte, Wechselkursbewegungen hätten einen Teil des Rückgangs ausgeglichen.
Vorstandschefin Kirsi Puntila sagte, das Unternehmen habe im Quartal trotz anhaltender Markt- und Umsatzgegenwinde „starke operative Fortschritte“ erzielt. Sie verwies auf die Einführung einer gemeinsamen SAP-Plattform, niedrigere Betriebskosten, eine stärkere Bruttomarge und einen deutlichen Lagerabbau als frühe Vorteile der Strategie Fit, Fix, Focus von Anora.
Die Bruttomarge stieg auf 46,7 % des Nettoumsatzes nach einem niedrigeren Wert im Vorjahr; dazu trugen Verbesserungen sowohl im Wein- als auch im Spirituosensegment bei. Auch die Personalkosten gingen zurück, nachdem zuvor angekündigte organisatorische Veränderungen wirksam wurden.
Der operative Cashflow lag bei minus 34,5 Millionen Euro und damit besser als ein Jahr zuvor mit minus 75,6 Millionen Euro. Anora erklärte, das erste Quartal sei wegen Saisonalität und des Zeitpunkts der Verbrauchsteuerzahlungen typischerweise schwach beim Cashflow; ein besseres Working-Capital-Management und ein Lagerabbau um 29,1 Millionen Euro hätten den Mittelabfluss jedoch verringert.
Das Verhältnis von zinstragenden Schulden zu vergleichbarem EBITDA verbesserte sich nach Angaben des Unternehmens von 3,1 auf 2,1 und spiegele eine stärkere Bilanz sowie solide Liquidität wider.
Nach Segmenten verlief die Entwicklung uneinheitlich. Der Nettoumsatz im Weinsegment sank um 11,4 %, obwohl sich das vergleichbare EBITDA dank greifender Kostensenkungen verbesserte. Im Spirituosensegment ging der Nettoumsatz um 6,4 % zurück, während die Bruttomarge um zwei Prozentpunkte auf 47,5 % stieg. Das Unternehmen erklärte zudem, es sehe sich in Monopolmärkten weiterhin mit Herausforderungen beim Marktanteil konfrontiert. Das Industriegeschäft war ein Lichtblick: Der externe Nettoumsatz legte um 14,9 % zu, getragen von höheren Volumina in der Lohnproduktion, bei Ethanol und Stärke sowie bei Logistikdienstleistungen in Norwegen.
In Schweden sagte Anora, man habe die Position als Nummer 2 im Monopolkanal dank neuer Partner weiter gestärkt. In Finnland brachte das Unternehmen mit F.FWD Fast Forward sein erstes funktionales Ready-to-drink-Produkt mit Koffein auf den Markt. Zudem führte es Buzzballz-Cocktails in den baltischen Staaten ein.
Für 2026 bestätigte Anora seine Prognose für das vergleichbare EBITDA in einer Spanne von 74 Millionen Euro bis 79 Millionen Euro nach 71,1 Millionen Euro im Jahr 2025. Das Unternehmen erklärte, der Alkoholkonsum in seinen Kernmärkten werde auch in diesem Jahr und darüber hinaus strukturell belastet bleiben; Branchendaten deuteten auf anhaltenden Volumendruck hin.
Die Anora-Aktie ist an der Nasdaq Helsinki notiert.
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