20.07.2026

Eine neue Studie von Chubb legt nahe, dass jüngere wohlhabende Amerikaner sich nicht so deutlich vom Wein abwenden, wie manche in der Branche befürchten. Unter einkommensstarken US-Erwachsenen im Alter von 20 bis 45 Jahren, die Luxusgüter sammeln, bleibt Wein eine relevante Kategorie, und die meisten derjenigen, die ihn kaufen, sagen, dass sie ihn auch trinken.
Die Ergebnisse stammen aus Chubbs Bericht „The New Era of Luxury Collecting and Investing“, der am Montag veröffentlicht wurde. Der Versicherer befragte 1.000 wohlhabende Amerikaner, die als „Henrys“ bekannt sind, kurz für „High Earners, Not Rich Yet“. In der Studie gaben 88% ein Jahreseinkommen zwischen 300.000 und 750.000 US-Dollar an. Alle Befragten sammeln aktiv Luxusartikel wie Uhren, Schmuck, Kunst, Antiquitäten, Wein und Sportmemorabilien.
Der Bericht ergab, dass 78% dieser jüngeren wohlhabenden Amerikaner den künftigen Wert eines Artikels als entscheidenden Faktor betrachten, wenn sie über einen Kauf entscheiden. Chubb sagte, das Sammeln in dieser Gruppe sei kein vorübergehendes Hobby, sondern eine langfristige Aktivität, die von Investmentdenken geprägt sei.
Wein fällt in der Umfrage besonders auf, weil Käufer ihn nicht nur als Anlagegut betrachten. Insgesamt gaben 38% der Befragten an, Wein zu sammeln. Unter diesen Weinsammlern sagten 47%, dass sie dies seit mindestens fünf Jahren tun, und 21%, dass sie seit mindestens einem Jahrzehnt sammeln.
Gleichzeitig bleibt der persönliche Genuss für diese Kategorie zentral. Chubb stellte fest, dass 45% der Weinsammler von Status, Prestige und dem Wunsch motiviert sind, Fachwissen aufzubauen. Aber 81% konsumieren auch aktiv Weine aus ihren eigenen Sammlungen – der höchste Nutzungswert unter allen in der Umfrage erfassten Kategorien.
Dieses Detail könnte für die Getränkebranche wichtig sein, weil es auf eine Nachfrage hindeutet, die über Lagerung und Wiederverkauf hinausgeht. Wenn jüngere wohlhabende Käufer Wein weiterhin sowohl als Investment als auch als Produkt sehen, das man öffnet und teilt, könnten Produzenten, Händler, Auktionshäuser und Online-Plattformen von wiederholten Käufen statt nur von einmaligem Sammeln profitieren.
Die Studie liefert auch Hinweise darauf, wie diese Verbraucher in den Markt eintreten. Chubb fand heraus, dass 26% der Befragten, die Wein sammeln, angaben, der entscheidende Einfluss sei ein Elternteil, ein naher Verwandter oder ein Partner gewesen. Das deutet darauf hin, dass familiäre Gewohnheiten und persönliche Beziehungen weiterhin eine wichtige Rolle dabei spielen, jüngere Käufer an Wein heranzuführen, selbst in einem Segment, das von Wohlstand und Luxusausgaben geprägt ist.
Wenn diese Sammler kaufen, nutzen sie am häufigsten Händler, Auktionshäuser und Online-Plattformen, die als die drei wichtigsten Kaufkanäle identifiziert wurden. Für Verkäufer im Weinhandel zeigt diese Mischung, wie traditionelle und digitale Wege heute nebeneinander bestehen, um jüngere einkommensstarke Verbraucher zu erreichen.
Über alle Luxuskategorien der Umfrage hinweg gaben 43% der Teilnehmer an, dass ihre Sammlungen zwischen 10.000 und 50.000 US-Dollar wert seien. Weitere 14% bezifferten ihre Sammlungen auf 50.000 bis 100.000 US-Dollar, während 5% sagten, ihre Bestände seien mehr als 100.000 US-Dollar wert.
Die Ergebnisse verleihen der breiteren Debatte über die Attraktivität von Wein für jüngere Generationen in den Vereinigten Staaten zusätzliche Nuancen. Während Sorgen über rückläufigen Konsum weit verbreitet bleiben, zeigen Chubbs Daten, dass Wein zumindest unter wohlhabenden jüngeren Erwachsenen mit hoher Kaufkraft weiterhin finanzielle Attraktivität, sozialen Wert und direkten Trinkgenuss besitzt.
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