28.05.2026

Marylands Gouverneur Wes Moore hat die Bundesregierung aufgefordert, den Frost im April als Katastrophe einzustufen, nachdem der Kälteeinbruch schwere Schäden an den landwirtschaftlichen Kulturen im ganzen Bundesstaat verursacht hatte, darunter auch an Trauben für die Weingüter, die nun mit hohen Verlusten und unsicherer Produktion für den Jahrgang 2026 rechnen.
In einem Schreiben an Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins erklärte Moore, der Temperatursturz im April habe in mehreren Teilen Marylands katastrophale Schäden angerichtet; gemeldet wurden Verluste in Apfelplantagen, Pfirsichbetrieben und Gerstenfeldern. Die Erzeuger müssten weiterhin für Arbeitskräfte, Instandhaltung und andere Kosten aufkommen, obwohl ein Großteil der Ernte noch vor der Lese zerstört worden sei.
Für die Traubenerzeuger habe der Schaden laut Moore rund 4,2 Millionen Dollar an Kosten verursacht, die damit verbunden seien, die Reben trotz des Fruchtverlusts gesund zu halten. Die Maryland Wineries Association schätzt, dass durch die Auswirkungen des Frosts auf die Trauben mehr als 24 Millionen Dollar an prognostizierten Weinverkäufen verloren gegangen sind.
Moore strebt die Katastrophenerklärung an, damit Landwirte Zugang zu Notkrediten und anderen bundesstaatlichen Hilfsprogrammen erhalten können. In seinem Schreiben betonte er, rasches Handeln sei nötig, um den Erzeugern genügend Stabilität zu geben, damit sie sich von dem Frost erholen und sich auf die nächste Vegetationsperiode vorbereiten können.
Die Anfrage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Marylands Weinbranche und andere Agrarsektoren versuchen abzuschätzen, wie viel von der diesjährigen Ernte noch gerettet werden kann und wie stark sich die finanzielle Belastung ins kommende Jahr ziehen wird. Für die Weingüter könnten sich die Verluste weit über diese Saison hinaus auf Versorgung, Cashflow und Preisgestaltung auswirken – vor allem dann, wenn die Weinberge ein weiteres Jahr mit geringerer Produktion verkraften müssen und zugleich die Kosten für die Pflege der mehrjährigen Reben tragen.
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