12.05.2026

Castoro Cellars, ein Weingut in Paso Robles im US-Bundesstaat Kalifornien, hat den Einsatz robotischer Weinbergstechnologie auf 600 Acres ausgeweitet, nachdem das Unternehmen und sein Partner Saga Robotics drei Jahre lang getestet hatten, was sie als konsistente Ergebnisse bei der Verringerung des Krankheitsdrucks und der Verbesserung der Betriebsabläufe beschreiben.
Im Mittelpunkt der Ausweitung steht „farming with light“, ein System, das autonome Roboter mit ultraviolettem Licht nutzt, um Mehltau in Weinbergen zu bekämpfen, ohne sich so stark auf chemische Spritzmittel zu verlassen. Die Technologie wird bei Castoro Cellars seit dem ersten Rollout in Weintrauben eingesetzt, und das Weingut erklärte, die breitere Einführung spiegele das über mehrere Vegetationsperioden gewachsene Vertrauen wider.
Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem kalifornische Erzeuger weiterhin nach Wegen suchen, Arbeitskosten zu steuern, den Pestizideinsatz zu senken und dem Druck von Regulierungsbehörden und Verbrauchern nach nachhaltigeren Anbaumethoden zu begegnen. In Weinregionen wie Paso Robles, wo warme Tage und kühle Nächte Bedingungen schaffen können, die Mehltau begünstigen, ist das Krankheitsmanagement während der Saison ein zentraler Bestandteil der Arbeit im Weinberg.
Saga Robotics, das die autonome Plattform entwickelt hat, baut seine Präsenz bei Sonderkulturen und im Weinbau aus und vermarktet das System als Werkzeug, das konventionelle Landwirtschaft ergänzen statt ersetzen kann. Die Roboter fahren nachts oder bei schwachen Lichtverhältnissen durch die Rebzeilen, wenn die UV-Behandlung am wirksamsten ist und die Beschäftigten im Feld weniger beeinträchtigt.
Castoro Cellars teilte mit, die Entscheidung zur Skalierung sei nach drei Jahren Praxiseinsatz gefallen, die gezeigt hätten, dass sich das System in den regulären Weinbergsbetrieb integrieren lasse. Finanzielle Details zur Ausweitung nannte das Weingut nicht. Ebenso blieb offen, ob die Technologie auf allen eigenen Rebflächen oder nur auf ausgewählten Parzellen innerhalb der nun erfassten 600 Acres eingesetzt werden soll.
Die Einführung fügt sich in einen breiteren Wandel im kalifornischen Weinbau ein, wo Erzeuger zunehmend Automatisierung, Präzisionslandwirtschaft und andere Instrumente testen, um Inputkosten zu senken und zugleich die Traubenqualität zu erhalten. Für Weingüter können solche Entscheidungen nicht nur die Bewirtschaftungskosten beeinflussen, sondern auch die Art und Weise, wie Trauben für Weine angebaut werden, die in einem Markt verkauft werden, in dem Nachhaltigkeitsversprechen Teil der Markenidentität geworden sind.
Saga Robotics hat erklärt, sein Ansatz solle die Abhängigkeit von Fungiziden verringern, indem während der Vegetationsperiode wiederholte Lichtbehandlungen eingesetzt werden. In der Praxis bedeutet das: Die Verantwortlichen im Weinberg beobachten Wetter, Laubwandentwicklung und Krankheitsrisiko weiterhin genau, können die Roboter aber als Teil eines umfassenderen integrierten Pflanzenschutzplans einsetzen.
Für Castoro Cellars signalisiert die Ausweitung, dass eine einst als experimentell betrachtete Technologie inzwischen zum Routineeinsatz übergegangen ist. Die Entscheidung des Weinguts spiegelt auch eine breitere Bereitschaft unter Erzeugern wider, Automatisierung dort einzuführen, wo sie über längere Zeit messbare Ergebnisse liefert – vor allem bei Kulturen wie Weintrauben, bei denen Qualität und Konstanz für das Geschäft zentral sind.
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