AB InBev meldet erstmals seit drei Jahren Quartalsumsatzplus

Premiumbier, alkoholfreie Getränke und digitale Verkäufe trieben den Umsatz im ersten Quartal um 5,8 % nach oben.

27.05.2026

Teilen

AB InBev hat am Donnerstag erstmals seit drei Jahren wieder einen Quartalsumsatzanstieg gemeldet. Nach Angaben des Konzerns sorgte eine höhere Nachfrage nach Premiumbier, alkoholfreien Produkten und digitalen Verkäufen im ersten Quartal für ein Umsatzplus; zugleich verwies das Unternehmen auf weitere Investitionen in Nachhaltigkeit in seiner Brauerei im englischen Lancashire.

Der weltgrößte Brauereikonzern teilte mit, dass der Umsatz im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,8 % auf 15,27 Milliarden US-Dollar gestiegen sei. Das Bierabsatzvolumen legte um 1,2 % zu, das Gesamtvolumen um 0,8 %, und der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 20,8 % auf 0,97 US-Dollar. CEO Michel Doukeris sagte, die Ergebnisse spiegelten „die Stärke der Kategorie und die konsequente Umsetzung unserer verbraucherzentrierten Strategie“ wider.

Das Unternehmen erklärte, es habe im Quartal in 75 % seiner Märkte Marktanteile gewonnen oder gehalten. Wachstumstreiber seien vor allem die Premiumisierung sowie die Expansion in den Portfolios Beyond Beer und alkoholfrei gewesen. Der Umsatz mit alkoholfreiem Bier stieg laut Unternehmensangaben um 27 %, der Umsatz mit Beyond Beer um 37 %.

Mehrere globale Marken von AB InBev erzielten starke Ergebnisse. Die Corona-Umsätze stiegen außerhalb Mexikos um 16 %, Stella Artois legte um 14 % zu und Michelob Ultra um 39 %. Zudem meldete der Brauer für Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Südafrika und Peru jeweils Rekordwerte beim Bierabsatz im ersten Quartal.

Digitale Verkäufe blieben ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie des Unternehmens. Das Gross Merchandise Value auf BEES Marketplace stieg gegenüber dem Vorjahr um 55 % auf 1,1 Milliarden US-Dollar, während das gesamte BEES Gross Merchandise Value im Quartal 14,6 Milliarden US-Dollar erreichte. Die Direct-to-Consumer-Geschäfte einschließlich Zé Delivery, TaDa Delivery und PerfectDraft erzielten einen Umsatz von 139 Millionen US-Dollar und erreichten 12 Millionen aktive Verbraucher.

In den USA stiegen die Verkäufe an den Handel um 0,3 %, was AB InBev zufolge besser war als der Gesamtmarkt. Das Unternehmen teilte außerdem mit, Cutwater sei im Quartal die Marke mit dem stärksten Marktanteilsgewinn in der gesamten Spirituosenbranche gewesen; Grundlage seien Circana-Daten.

Die Finanzmitteilung folgte kurz nachdem AB InBev an seiner Brauerei Samlesbury bei Preston eine Abwasseraufbereitungsanlage eröffnet hatte; sie ist Teil einer Investition von 7,8 Millionen Pfund am Standort im Jahr 2025. Die Brauerei ist seit 1972 in Betrieb und beschäftigt rund 500 Menschen. Bereits 2021 hatte sie eine Investition von 45 Millionen Pfund erhalten, um ihre langfristige Rolle als Produktionsstandort zu sichern.

Bei der Eröffnung der Aufbereitungsanlage sagte Yleni De Neve, Nachhaltigkeitsdirektorin von AB InBev, Wasser bleibe zentral für die Umweltziele des Unternehmens. „Wenn es kein Wasser gibt, gibt es kein Bier“, sagte sie.

Die neue Anlage wandelt organisches Material aus dem Brauereiabwasser in Biogas um, das wieder in das Energiesystem des Standorts eingespeist wird. Die Kessel in Samlesbury sind so ausgelegt, dass sie sowohl mit Erdgas als auch mit Biogas betrieben werden können. De Neve sagte, der Prozess könne den Verbrauch fossilen Gases senken und die Scope-1-Kohlendioxidemissionen je nach behandelter Abwassermenge um zwischen 5 % und 8 % reduzieren.

AB InBev teilte mit, die weltweite Wassernutzungseffizienz seit 2017 um 22,7 % pro Hektoliter verbessert zu haben. In Regionen mit hoher Wasserbelastung habe sich die Wassernutzungseffizienz im selben Zeitraum um 31,3 % auf 1,95 hl/hl verbessert. Zudem erklärte das Unternehmen, in Großbritannien im Jahr 2025 mit zu 100 % betrieblich erneuerbarem Strom gebraut und die Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen pro Hektoliter seit 2017 um mehr als 44 % gesenkt zu haben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Teilen Sie ihn