OIV-Generaldirektor absolviert historische Südamerikareise zur Stärkung der Beziehungen zum Weinsektor

John Barker besucht fünf Länder und hebt regionale Innovation und Zusammenarbeit hervor, da 11 Prozent der weltweiten Produktion auf Südamerika entfallen

29.08.2025

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OIV director general completes historic South American tour to strengthen wine sector ties

John Barker, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV), hat seine erste offizielle Reise nach Südamerika abgeschlossen und damit einen wichtigen Meilenstein für die Organisation gesetzt. Vom 4. bis 24. August besuchte Barker fünf wichtige Länder der Region - Peru, Chile, Argentinien, Uruguay und Brasilien - auf einer Reise, die wichtige Aspekte des Weinbaus und des Weinsektors umfasste. Dies ist das erste Mal, dass ein Generaldirektor der OIV eine so umfassende Reise durch Südamerika unternimmt.

Während seiner dreiwöchigen Reise traf Barker mit Regierungsvertretern, Forschungsinstituten, Laboratorien und führenden Berufsorganisationen zusammen, die sich mit der Trauben- und Weinproduktion befassen. Die Reise unterstrich die Bedeutung der südamerikanischen Länder, die zusammen etwa 11 % der weltweiten Weinproduktion ausmachen und eine wichtige Rolle auf den Märkten für Tafeltrauben, Rosinen und Traubensaft spielen.

In Chile begann Barker seine Reise in Santiago mit Gesprächen im Landwirtschaftsministerium. Er erörterte die Lage des Sektors mit Minister Esteban Valenzuela Van Treek und leitenden Beamten von ODEPA und SAG. Auf der Tagesordnung stand auch ein Besuch des önologisch-chemischen Labors der SAG, um die Empfehlungen der OIV in der Praxis zu beobachten. Barker traf auch mit Vinos de Chile zusammen, um über Zölle und Markttrends zu sprechen, und besuchte Erzeuger im Maipo-Tal, im Elqui-Tal und in Casablanca. Er unterhielt sich mit UVANOVA und FEDEFRUTA, um die Dynamik der Tafeltraubenindustrie besser zu verstehen.

In Peru wurde Barker in Lima von Botschafter Eric Anderson Machado vom Außenministerium empfangen. Er nahm an einem runden Tisch mit Vertretern verschiedener Ministerien zu Themen wie Weintourismus, geografische Angaben und Bewässerungsstrategien zur Klimaanpassung teil. Bei Treffen mit Gruppen des Privatsektors wie ADEX und PROVID ging es um die Exportambitionen und die Herausforderungen, denen sich die Pisco-Produzenten gegenübersehen.

Die nächste Station war Mendoza, die berühmte Weinregion Argentiniens. Barker traf den Gouverneur Alfredo Cornejo und besuchte das INV (Nationales Institut für Weinbau) und das INTA (Nationales Institut für landwirtschaftliche Technologie), wo er die fortschrittliche Laborarbeit zur Unterstützung der Rückverfolgbarkeit von Wein und der Entwicklung neuer Rebsorten besichtigte. In der Enoteca von Mendoza hielt er eine Grundsatzrede über die globalen Herausforderungen des Weinsektors aus Sicht der OIV. In Buenos Aires führte er Gespräche mit Landwirtschaftsminister Sergio Iraeta und Fernando Brun vom Außenministerium.

In Uruguay nahm Barker an einer offenen Diskussion über den Zustand des Weinsektors teil, die vom INAVI (Nationales Institut für Weinbau) in Montevideo veranstaltet wurde. Er überreichte den OIV-Verdienstpreis an Ricardo Cabrera, den ehemaligen Präsidenten des INAVI. Bei Besuchen von Weingütern in ganz Uruguay ging es um Nachhaltigkeitsinitiativen und die Entwicklung des Weintourismus. Ein Arbeitsessen mit Vizeminister Matías Carámbula und Außenminister Mario Lubetkin fand in der Antigua Bodega Stagnari statt.

Brasilien war das letzte Land auf Barkers Reiseroute. In Brasília traf er mit hohen Beamten des Ministeriums für Landwirtschaft und Viehzucht sowie mit Botschafter Philip Fox Gough vom Außenministerium zusammen. Er besichtigte das Weinanbaugebiet Brasília, um die durch doppelten Rebschnitt erzeugten "Winterweine" zu sehen. In Bento Gonçalves, der größten Weinregion Brasiliens, besuchte er Valle dos Vinhedos - bekannt für seinen Appellationsstatus - und TECNOVIN, um sich über neue Technologien in der Traubensaftproduktion zu informieren. Im Weingut Salton stellten EMBRAPA-Forscher krankheitsresistente Rebsorten vor. Der Besuch endete in der Genossenschaft Garibaldi mit Gesprächen über die Unterstützung von Kleinerzeugern durch Innovation.

Während seiner gesamten Reise betonte Barker das Engagement der OIV für die wissenschaftliche Zusammenarbeit und den multilateralen Dialog, der auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Er hörte sich die lokalen Prioritäten an und erläuterte die strategische Vision der OIV zur Förderung der Forschung und der besten Praktiken im Weinbau.

Südamerika spielt seit langem eine wichtige Rolle bei den Aktivitäten der OIV. Die Region hat seit 1986 vier Weltkongresse für Rebe und Wein ausgerichtet und im vergangenen Jahr den ersten Ampelographiekurs der südlichen Hemisphäre in Chile organisiert. Mehrere südamerikanische Vertreter waren bereits Präsidenten der OIV oder bekleiden heute Schlüsselpositionen in deren Unterkommissionen.

Barkers Mission zielte darauf ab, die Beziehungen zwischen der OIV und ihren südamerikanischen Mitgliedern in einer Zeit zu stärken, in der globale Herausforderungen ein koordiniertes Handeln über Grenzen hinweg erfordern. Seine Begegnungen unterstrichen sowohl die wissenschaftlichen Beiträge dieser Länder als auch ihr anhaltendes Engagement für Innovationen im Weinbau und in der Weinerzeugung.

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