England und Wales erlauben digitalen Altersnachweis beim Alkoholverkauf

Lizenzierte Betriebe können das Alter über von der Regierung genehmigte QR-Code-Nachweise in Apps oder Smartcards überprüfen, zusätzlich zu Reisepässen und Führerscheinen.

Dienstag, 15. September 2026

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England und Wales erlauben digitalen Altersnachweis beim Alkoholverkauf

Unternehmen in England und Wales können beim Verkauf von Alkohol ab sofort einen digitalen Altersnachweis akzeptieren, nachdem am Dienstag neue Regeln in Kraft getreten sind. Damit erhalten lizenzierte Betriebe und Händler einen rechtlich zulässigen Weg, das Alter eines Kunden sowohl über zertifizierte digitale Nachweise als auch über herkömmliche physische Dokumente zu überprüfen.

Mit der von der britischen Regierung angekündigten Änderung können Kunden digitale Altersnachweise über Smartphone-Apps oder Smartcards nutzen, sofern diese Nachweise einen scannbaren QR-Code enthalten, der im Rahmen eines von der Regierung anerkannten Altersnachweisstandards ausgestellt wurde. Physische Ausweisdokumente, darunter Reisepässe und Führerscheine mit Lichtbild, bleiben gültig, und Unternehmen können sie weiterhin verwenden.

Die Regierung erklärte, der neue Rahmen solle Unternehmen eine schnellere und sicherere Möglichkeit geben, zu bestätigen, ob jemand alt genug ist, um Alkohol zu kaufen. Nach Angaben der Verantwortlichen sollen die Regeln neuere Technologien zur Altersverifikation unterstützen und zugleich den Schutz von Kindern und Jugendlichen aufrechterhalten.

Die Maßnahme gilt unmittelbar für den Verkauf von Alkohol in Pubs, Bars, Restaurants, Geschäften und anderen lizenzierten Betrieben in England und Wales, wo Mitarbeiter regelmäßig schnell entscheiden müssen, ob ein Kunde volljährig wirkt. Für die Getränkeindustrie könnte das praktische Auswirkungen auf den täglichen Verkauf von Bier, Wein und Spirituosen haben, weil Alterskontrollen an der Kasse und am Tisch zum üblichen Service gehören. Bei breiter Anwendung könnten digitale Werkzeuge Verzögerungen bei Transaktionen verringern und Unternehmen helfen, gefälschte oder geliehene Ausweise zu erkennen, auch wenn das Ausmaß davon abhängt, wie viele Betriebe und Verbraucher die Systeme tatsächlich nutzen.

Die Regierung teilte mit, dass Minister vor der Einführung der Regeln mit der Branche und anderen Interessengruppen zusammengearbeitet hätten, um das System für Unternehmen einfacher zu machen, ohne die Schutzvorkehrungen für Minderjährige zu schwächen. Zudem solle die Änderung durch die Anbindung an einen anerkannten Standard mehr Einheitlichkeit und Vertrauen in digitale Altersverifikationsprodukte schaffen.

Die rechtliche Grundlage für die Änderung geht auf den Digital Economy Act 2017 zurück, der der Regierung die Befugnis gab, Altersnachweisstandards zu genehmigen und digitale Altersverifikation zu ermöglichen. Bislang stützten sich Alkoholverkäufer bei persönlichen Kontrollen weitgehend auf physische Dokumente. Die neuen Regeln verpflichten Unternehmen nicht, digitale Verfahren einzuführen, beseitigen aber eine rechtliche Hürde für Firmen, die sie nutzen wollen.

Das könnte für Betreiber relevant sein, die mit hohem Kundenaufkommen umgehen oder ihre Kassensysteme modernisieren wollen. Im Getränkefachhandel, wo der Alkoholverkauf in Stoßzeiten von schnellem Service abhängen kann, kann jede Änderung bei der Altersverifikation Personalbedarf, Schulung und Kundenfluss beeinflussen. Unternehmen, die sich für digitalen Altersnachweis entscheiden, müssen dennoch sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter wissen, welche Nachweise akzeptabel sind und wie sie korrekt gescannt und bewertet werden.

Die Regierung stellt die Politik sowohl als Maßnahme zum Kinderschutz als auch als Modernisierungsschritt dar. Nach Angaben der Verantwortlichen könnte die digitale Verifikation dazu beitragen, das Risiko von Alkoholverkäufen an Minderjährige zu senken und zugleich den Ablauf für Erwachsene zu vereinfachen, die möglicherweise keinen Reisepass oder physischen Führerschein mit sich führen möchten. Der Einsatz scannbarer QR-Codes soll Verkäufern außerdem eine verlässlichere Möglichkeit geben, zu bestätigen, dass ein Nachweis dem genehmigten Standard entspricht.

Die Ankündigung machte den digitalen Altersnachweis nicht verpflichtend und hob bestehende Pflichten für Alkoholverkäufer nicht auf. Unternehmen in England und Wales bleiben weiterhin dafür verantwortlich, das Alter im Einklang mit den Lizenzgesetzen zu prüfen und Verkäufe zu verweigern, wenn ein Kunde keinen akzeptablen Nachweis vorlegen kann.

Weitere Hinweise für Unternehmen und Verbraucher werden laut der Regierung erwartet, da digitale Altersnachweise im Alkoholmarkt breiter zum Einsatz kommen.

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