Diageo eröffnet Brauerei für erneuerbare Energien in Irland

Das Unternehmen erklärte, der neue Standort werde helfen, die steigende Guinness-Nachfrage zu decken und zugleich Emissionen sowie Wasserverbrauch zu senken.

18.05.2026

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Diageo eröffnet Brauerei für erneuerbare Energien in Irland

Diageo hat in County Kildare eine neue Brauerei eröffnet, die zu 100 % mit erneuerbarem Strom betrieben wird. Sie ist Teil einer Investition von 350 Millionen US-Dollar, mit der das Unternehmen nach eigenen Angaben die weltweit steigende Nachfrage nach Guinness bedienen und zugleich Emissionen sowie den Wasserverbrauch in der Produktion senken will.

Die Littleconnell Brewery, die am 11. Mai vom irischen Premierminister Micheál Martin und Diageos Vorstandschef Sir Dave Lewis eröffnet wurde, zählt zu den größten Brauinvestitionen des Unternehmens in Irland seit Jahren. Der Standort wurde in weniger als 18 Monaten auf einem 40 Acre großen Gelände errichtet und ist darauf ausgelegt, Bier sowohl für den irischen Markt als auch für Exportmärkte zu produzieren. Diageo teilte mit, dass die Brauerei Marken wie Rockshore, Harp, Smithwick’s, Kilkenny und Carlsberg herstellen wird.

Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben, in den nächsten drei Jahren weitere 466 Millionen US-Dollar an dem Standort zu investieren, um eine zweite Brauerei für Guinness und Guinness 0.0 zu bauen. Diese Erweiterung würde die Kapazität in Littleconnell mehr als verdoppeln und soll dazu beitragen, die von Diageo als sprunghaft beschriebenen Nachfrage nach beiden Produkten zu decken.

Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Investitionsprogramms von fast 1 Milliarde Euro beziehungsweise rund 1,17 Milliarden US-Dollar in Irland zwischen 2020 und 2029. Diageo sagte, die neue Brauerei stärke sein Braunetzwerk in Irland und unterstütze künftiges Wachstum bei den Exporten aus dem Land.

Der Energieverbrauch steht im Zentrum des Projekts. Diageo erklärte, die Brauerei arbeite vollständig mit erneuerbarem Strom und nutze fortschrittliche Brausysteme, um den Energieverbrauch und den Wasserbedarf zu senken. Das Unternehmen schätzt, dass der Standort jährlich bis zu 15.000 Tonnen CO2-Emissionen gegenüber einer konventionellen Brauerei ähnlicher Größe vermeiden wird.

Die Eröffnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem große Lebensmittel- und Getränkeunternehmen unter Druck stehen, die Emissionen aus der Produktion zu senken und zugleich mit der Nachfrage Schritt zu halten. Diageo sagte, Littleconnell solle zeigen, dass sich eine Produktion in großem Maßstab mit kohlenstoffärmeren Abläufen verbinden lasse, ohne Einbußen bei der Ausbringung hinzunehmen.

Nach Angaben des Unternehmens sicherte die Bauphase rund 650 Arbeitsplätze, zudem seien in der Brauerei mehr als 50 dauerhafte Fachstellen entstanden. Viele dieser Jobs betreffen den Betrieb energieeffizienter Systeme in der Anlage.

Martin bezeichnete die Investition als Zeichen des Vertrauens in Irlands Rolle als nachhaltiger Exporteur von Lebensmitteln und Getränken. Diageo sagte zudem, das Projekt habe Unterstützung von Enterprise Ireland erhalten.

Littleconnell reiht sich ein in weitere Diageo-Investitionen in Irland, darunter Arbeiten an St James’s Gate in Dublin und an der Verpackungsanlage in Belfast. Zusammen sind diese Projekte Teil der Bemühungen des Unternehmens, die Produktionskapazitäten auszubauen, Guinness 0.0 zu unterstützen und den CO2-Fußabdruck seiner Brauereien zu verringern, während die Nachfrage weiter wächst.

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