Bierabsatz in Bars und Restaurants legt kräftig zu

2025 verlagerte sich mehr Konsum zurück in Taprooms – der Bierabsatz im On-Premise-Bereich stieg dadurch um mehr als 300 Millionen Dollar.

29.04.2026

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Der Bierabsatz in Restaurants und Bars in den USA legte 2025 zu und gewann mehr als 300 Millionen Dollar an Umsatzanteil hinzu, da Verbraucher ihre Ausgaben weiter aus dem häuslichen Umfeld zurück in Taprooms verlagerten, wie anonymisierte Kaufdaten von Fintech zeigen, die mehr als 145.000 On-Premise-Betriebe landesweit abdecken.

Der Anstieg um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr folgte auf ein schwaches erstes Halbjahr bei den Ausgaben für Alkohol, doch die Betreiber verzeichneten in der zweiten Jahreshälfte eine stärkere Entwicklung, da Bier die breitere Kategorie übertraf. Der Trend spiegelt ein Verbraucherverhalten wider, das sich seit der Pandemie verfestigt hat: Amerikaner verbringen mehr Zeit und Geld außerhalb des Hauses, vor allem für Speisen und Getränke im sozialen Umfeld. Die Ausgaben für Essen und Getränke außer Haus überstiegen 2025 laut einem in der Analyse zitierten Social-Study-Bericht von Eventbrite die Marke von 1 Billion Dollar.

Für Bars und Restaurants ist diese Verschiebung relevant, weil Bier im On-Premise-Bereich in der Regel teurer verkauft wird als im Einzelhandel. Hinzu kommt ein weiterhin vergleichsweise robuster Arbeitsmarkt mit Stundenlöhnen, die gegenüber 2024 um fast 4 % gestiegen sind, sowie einer Beschäftigung in den USA auf Rekordniveau. Diese Kombination hat dazu beigetragen, die diskretionären Ausgaben in Bars und Restaurants zu stützen, obwohl der Alkoholabsatz insgesamt unter Druck stand.

Die Daten zeigen auch veränderte Präferenzen bei den Gebindeformen. Fässer gewannen gegenüber Flaschen und Dosen im Vergleich zu 2024 4,5 Prozentpunkte beim Umsatzanteil hinzu, was einem Plus von 596 Millionen Dollar für Fassbier entspricht. Das deutet darauf hin, dass Betreiber ihren Zapfangeboten und den Margen im Fassbiergeschäft künftig mehr Aufmerksamkeit schenken müssen, da Verbraucher weiterhin lieber außer Haus trinken.

Unter den Fassbiermarken hielt Michelob Ultra 2025 mit 16,7 % den größten Umsatzanteil und lag damit 1,4 Punkte über dem Vorjahr. Es folgten Miller Lite, Coors Light, Bud Light und Blue Moon, wenngleich jede dieser Marken Marktanteile einbüßte. Modelo Especial belegte bei Fassbier Rang sechs, verzeichnete aber einen der stärksten Zuwächse und stieg um 2,3 Prozentpunkte auf 6,2 %.

Noch deutlicher war die Dynamik der Marke im On-Premise-Bereich als außerhalb davon. Michelob Ultra blieb sowohl in Bars und Restaurants als auch im Einzelhandel das Bier mit dem höchsten Umsatzanteil, doch der Zuwachs im On-Premise-Bereich von 1,3 Punkten war fast doppelt so hoch wie das Plus außerhalb des Hauses. Modelo Especial zeigte ein ähnliches Muster: außerhalb des Hauses legte die Marke nur um 0,1 Punkt zu, in Restaurants und Bars jedoch um 1,1 Punkte.

Bei Flaschenbier im On-Premise-Bereich lag Michelob Ultra erneut vorn mit 19,3 % des Umsatzes. Dahinter folgten Miller Lite mit 13 %, Coors Light mit 11,7 % und Bud Light mit 9,8 %.

Auch das Segment mit niedrigem oder keinem Alkoholgehalt baute seine Präsenz auf den Karten weiter aus. Heineken Zero hielt 2025 den größten Umsatzanteil, verlor jedoch gegenüber dem Vorjahr 3,2 Punkte. Michelob Ultra Zero rangierte mit 9,7 % auf Platz zwei; sein Zuwachs um 9,4 Punkte machte die Marke zum am schnellsten wachsenden Produkt der Kategorie über On- und Off-Premise hinweg.

Im breiteren Beyond-Beer-Segment blieb White Claw nach Umsatzanteil die führende Marke, gefolgt von Twisted Tea und Truly. Im Craft-Bier behauptete Blue Moon mit unverändert 9,8 % des Umsatzes aus dem Jahr 2024 den ersten Platz; Voodoo Ranger und Sierra Nevada komplettierten die Top drei.

Von Bank of America-Kartendaten, die in der Analyse zitiert werden, geht hervor, dass die Ausgaben in Bars im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahr um fast 4 % stiegen, während die Ausgaben in Spirituosen-, Wein- und Biergeschäften zurückgingen. Das untermauert die Annahme, dass sich mehr Verbraucher dafür entscheiden, außerhalb des Hauses zu trinken statt Vorräte für den Heimkonsum anzulegen. Für Betreiber von Restaurants und Bars hat Bier damit zunehmend eine wichtige Funktion als Frequenztreiber und ist ein zentraler Baustein geworden, um angesichts uneinheitlicher Nachfrage im Alkoholgeschäft die Bonhöhen zu steigern.

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