Verkäufe alkoholischer Getränke im Off-Premise-Bereich gingen Ende August um 3,3 % zurück, sagt NIQ

Die vierwöchigen Scanner-Daten zeigten einen Volumenrückgang um 5,2 % auf 165,7 Millionen Kisten und verlängerten damit eine stagnierende Phase der Take-home-Nachfrage.

07.09.2026

Der Einzelhandel mit alkoholischen Getränken blieb in den Wochen bis Ende August schwach, wobei die jüngsten wöchentlichen NIQ-Scans kaum eine Veränderung der breiteren Abschwächung in den Off-Premise-Kanälen zeigten. Nach dem jüngsten Bericht des Marktforschungsunternehmens sanken die gesamten Dollarumsätze mit alkoholischen Getränken in den von NIQ erfassten Einzelhandelsgeschäften im Vierwochenzeitraum bis zum 22. August um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 8,4 Milliarden Dollar.

Das Volumen ging noch stärker zurück. NIQ zufolge sank das Volumen alkoholischer Getränke im selben Vierwochenzeitraum im Jahresvergleich um 5,2 % auf 165,7 Millionen Kisten. Brewbound, das den Bericht am 3. September zitierte, schrieb, NIQ habe die jüngste Entwicklung der Kategorie als „stagnierend“ bezeichnet.

Die Zahlen beziehen sich auf Off-Premise-Verkäufe, ein Einzelhandelssegment, das in der Regel Käufe umfasst, die zum Konsum außerhalb von Bars und Restaurants getätigt werden. Damit ist der Bericht ein wichtiger Indikator für die Kaufaktivität von Haushalten in Geschäften und anderen Take-home-Kanälen, wo Anbieter und Einzelhändler Scanner-Daten genau auf Anzeichen von Nachfrageveränderungen beobachten.

Die Lücke zwischen dem Rückgang der Dollarumsätze und dem stärkeren Volumenrückgang deutet darauf hin, dass sich der Umsatz besser hielt als der Kistenabsatz, obwohl die verfügbaren NIQ-Zahlen keine detaillierte Aufschlüsselung von Preisen, Promotionen oder Absatzmix lieferten. Ohne diese zusätzlichen Details verweist der Bericht eher auf langsamere Bewegung im Einzelhandel als auf einen einzelnen Grund für die schwächere Entwicklung.

Die jüngste NIQ-Erhebung fügt sich in ein Muster ein, das viele Getränkeunternehmen seit Monaten beobachten, da sich die Verbraucher in den Ladenregalen selektiv verhalten. Der zitierte Auszug aus dem Bericht nannte keinen konkreten Treiber für die Abschwächung im August und zeigte auch keine klare Erholung im betrachteten Zeitraum. Stattdessen deuten die Daten darauf hin, dass die Off-Premise-Nachfrage Ende des Sommers weiter unter Druck stand – selbst in einer Jahreszeit, die von Brauereien, Weingütern, Brennereien und Distributoren genau beobachtet wird.

Das ist für die gesamte Getränkeindustrie wichtig, weil Off-Premise-Verkäufe ein zentrales Signal dafür sind, wie sich Produkte in Supermärkten, Spirituosenläden, Convenience Stores und anderen vom Scanner-Service erfassten Einzelhandelskanälen entwickeln. Wenn diese Nachfrage stagniert oder zurückgeht, müssen Anbieter möglicherweise Lieferpläne, Promotionen und Produktsortimente anpassen. Auch Händler können die Daten nutzen, um Regalflächen und Nachschubentscheidungen bei Bier, Wein und Spirituosen zu überdenken, insbesondere mit Blick auf die Herbstverkaufssaison.

Der in dieser Woche veröffentlichte Bericht enthielt in dem von Brewbound zitierten Auszug keine Aufschlüsselung nach Kategorien, sodass sich anhand der verfügbaren Daten nicht feststellen ließ, ob Bier, Wein oder Spirituosen einen größeren Anteil am Rückgang hatten. Dennoch zeigen die Gesamtdaten, dass sich das Geschäft mit alkoholischen Getränken im Off-Premise-Einzelhandel noch nicht aus seiner jüngsten Seitwärtsbewegung gelöst hat.

Für Unternehmen, die auf den Abverkauf über den Einzelhandel angewiesen sind, liefern die Scanner-Ergebnisse für Ende August ein weiteres Zeichen dafür, dass der Druck auf die Topline anhält. Ein Rückgang der Dollarumsätze um 3,3 % und ein Volumenrückgang um 5,2 % bei erfassten Verkäufen im Wert von 8,4 Milliarden Dollar lassen die Branche mit einem vorsichtigen Blick auf die kurzfristige Nachfrage in einem ihrer am genauesten beobachteten Kanäle zurück.