RTD-Verkäufe im britischen Off-Trade 2025 stark gestiegen

Die Kategorie legte mengenmäßig um 12 % und wertmäßig um 17 % auf 704 Millionen Pfund zu und setzte sich damit gegen eine breitere Abschwächung bei Spirituosen durch.

07.07.2026

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Ready-to-drink-Getränke verzeichneten 2025 im britischen Off-Trade ein starkes Wachstum und boten dem Handel sowie den Getränkeherstellern einen der klarsten Wachstumstreiber in einem ansonsten schwächeren Spirituosenmarkt.

Nach einer Analyse von NIQ-Off-Trade-Daten, die im Sip-2-Bericht der Wine and Spirit Trade Association veröffentlicht und von Harpers Wine & Spirit Trade News zitiert wurde, stiegen die RTD-Verkäufe 2025 mengenmäßig um 12 % und wertmäßig um 17 %. Die Kategorie erzielte im Off-Trade 704 Millionen Pfund und zeigt damit, dass Dosen- und Flaschen-Mixgetränke weiterhin Käufer in Supermärkten, Convenience Stores und anderen Einzelhandelskanälen gewinnen.

Die Zahlen fallen besonders auf, weil sie in einer Phase kommen, in der die breitere Spirituosenkategorie unter Druck steht. Harpers berichtete, dass der Gesamtabsatz von Spirituosen allein in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 um rund 40 Millionen Pfund zurückging. Dieser Gegensatz deutet darauf hin, dass Verbraucher weiterhin Geld für Alkohol ausgeben, dabei aber selektiver nach Format, Anlass und Preis entscheiden.

Miles Beale, Geschäftsführer der WSTA, bezeichnete die RTD-Entwicklung als „welcome news“ und als Lichtblick in den Verkaufszahlen. Seine Äußerungen spiegeln die breitere Branchenauffassung wider, dass RTDs längst über ein Nischenprodukt für den schnellen Konsum hinausgewachsen sind und inzwischen ein wichtiger Bestandteil des alkoholischen Mainstream-Einzelhandels sind.

Das Wachstum ist für das Getränkegeschäft insgesamt relevant, weil es beeinflussen könnte, wie Händler Regalflächen zuweisen und wie Hersteller ihre Portfolios planen. Sollten Premium-RTDs weiterhin besser abschneiden, während traditionelle Spirituosen schwächer werden, könnten Supermärkte und unabhängige Händler Dosen-Cocktails und ähnlichen Produkten mehr Platz einräumen. Spirituosenunternehmen könnten zudem stärker unter Druck geraten, in RTDs zu expandieren oder bestehende Linien auszubauen, um die Verkäufe in den Einzelhandelskanälen zu sichern.

Die jüngsten Zahlen verweisen insbesondere auf die Widerstandsfähigkeit von Premium-RTDs, einem Segment, das von der Nachfrage nach Bequemlichkeit profitiert hat, ohne auf Markenbekanntheit oder wahrgenommene Qualität zu verzichten. Für Getränkeunternehmen entsteht damit ein anderes Wettbewerbsumfeld als bei klassischen Spirituosen in Flaschen, bei denen Verbraucher möglicherweise zurückhaltender kaufen oder anders umsteigen.

Praktisch gesehen verschafft der Aufstieg der Kategorie dem Handel eine Produktgruppe mit sowohl Mengenwachstum als auch schnellerem Wertwachstum – eine wichtige Kombination in einer Zeit, in der viele Bereiche des Alkoholmarkts Mühe haben, ihre Umsätze zu halten. Ein Wertzuwachs von 17 % bei einem Mengenwachstum von 12 % zeigt zudem, dass Verbraucher innerhalb von RTDs höhere Preispunkte akzeptieren, vor allem dort, wo Marke, Geschmacksprofil oder eine Cocktail-ähnliche Positionierung ein höherwertiges Angebot stützen.

Für den britischen Off-Trade macht das RTDs zu mehr als nur einem vorübergehenden Trend. Die Kategorie wird zunehmend relevant für Sortimentsentscheidungen, Promotionsplanung und Verhandlungen mit Lieferanten. Auch wenn der breitere Spirituosenmarkt insgesamt deutlich größer bleibt, zeigt die jüngste Divergenz, wo die aktuelle Verbrauchernachfrage am stärksten ist und wohin künftige Investitionen wahrscheinlich fließen werden.

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