11.05.2026

Die Cognac-Branche im Südwesten Frankreichs bereitet ein neues, zeitlich befristetes Programm zum Rebenrückbau vor, um einen tiefen Markteinbruch zu bewältigen, ohne Winzern und Brennereien allzu großen Schaden zuzufügen. Der vom Bureau National Interprofessionnel du Cognac, kurz BNIC, vorgelegte Plan soll vom 1. Juni bis 31. Juli 2026 zur Abstimmung gestellt werden und zielt darauf ab, die Rebfläche über mehrere Jahre zu verringern.
Branchenvertreter erklärten, Ziel sei es, rund 12.000 bis 13.000 Hektar Rebfläche zu entfernen, also fast 15 % der bepflanzten Fläche der Appellation. Der Vorschlag kommt nach Monaten schwächerer Nachfrage und wachsendem Druck auf das Produktionsmodell der Region. Christophe Veral, Winzer und Vizepräsident der interprofessionellen Gruppe, räumte ein, dass der Sektor jahrelang neue Pflanzungen gefördert habe und nun in die entgegengesetzte Richtung gehe.
Die neue Maßnahme folgt auf zwei frühere Versuche, das Angebot anzupassen. Einer davon war das VCCI-System, also das individuelle ergänzende Cognac-Volumen, das den Erzeugern gewisse Flexibilität bei der Steuerung der Produktion ermöglicht. Der andere war die dauerhafte Rodung von Reben, doch diese Option fand in der Region keine breite Unterstützung. Für die Ernte 2025 umfasste das VCCI-Programm 1.718 Hektar; für den nächsten Jahrgang schätzen die Verantwortlichen, dass es auf etwa 2.300 Hektar anwachsen könnte.
Der zeitweilige Rückbau soll den Erzeugern ermöglichen, sich vorübergehend aus der Produktion zurückzuziehen und zugleich die Möglichkeit zu bewahren, Flächen später wieder zu bestocken, falls sich die Marktbedingungen verbessern. Dieser Unterschied ist in einer Region wichtig, in der Weinberge eng mit Exportnachfrage und langfristigen Investitionsentscheidungen verknüpft sind. Das BNIC hat bislang nicht mitgeteilt, wie hoch die Entschädigung im Rahmen des neuen Systems ausfallen würde; die Abstimmung wird jedoch darüber entscheiden, ob die Winzer bereit sind, eine breitere Reduzierung der Rebfläche zu akzeptieren, während die Branche versucht, Preise zu stabilisieren und Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen.
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