Indiens Handelsabkommen stärkt Whisky-Exporte nach Neuseeland

Das Abkommen dürfte indische Single Malts und andere Spirituosen in einem kleinen, aber wachsenden Markt preislich wettbewerbsfähiger machen.

29.04.2026

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Indiens Freihandelsabkommen mit Neuseeland dürfte den Export von Single-Malt-Whisky und anderen indischen Spirituosen ankurbeln, indem es sie in einem Markt preislich wettbewerbsfähiger macht, in dem die bisherigen Verkäufe noch gering sind, teilte die Confederation of Indian Alcoholic Beverage Companies am Dienstag mit.

Die Branchenvereinigung erklärte, das Abkommen solle zollfreien Zugang für indische Exporte alkoholischer Getränke nach Neuseeland eröffnen und Marken dabei helfen, dort Fuß zu fassen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Lieferungen indischer Spirituosen in das Land weiterhin überschaubar bleiben. Unterzeichnet wurde das Abkommen, während Indien auf breitere Handelsbeziehungen mit Neuseeland setzt und indische Brennereien nach neuen Auslandsmärkten für Premiumprodukte suchen.

Anant S. Iyer, Generaldirektor der CIABC, sagte, der Pakt werde die Wettbewerbsfähigkeit indischer Produkte in Neuseeland verbessern, auch wenn weiterhin inländische Steuern und regulatorische Vorschriften gelten würden. Die größten Zugewinne dürften seiner Ansicht nach bei Whisky, Rum und anderen Premium-Spirituosen anfallen; indische Single Malts dürften am stärksten profitieren, da sie bereits auf den globalen Märkten Anerkennung gefunden hätten.

Indiens Spirituosenexporte nach Neuseeland belaufen sich laut CIABC nur auf rund 1 Million US-Dollar pro Jahr. 2024/25 lagen die Bierexporte bei etwa 0,34 Millionen US-Dollar, die Whiskyexporte bei rund 0,13 Millionen US-Dollar und die Rumexporte bei etwa 0,04 Millionen US-Dollar. Andere Kategorien wie Wodka und Gin spielen kaum eine Rolle, während die Weinexporte minimal sind.

Derzeit unterliegen alkoholische Getränke in Neuseeland eher Verbrauchsteuern als hohen Importzöllen, doch die CIABC erklärte, das Freihandelsabkommen werde dennoch helfen, indem es verbleibende Abgaben abschafft und den Exporteuren mehr Planungssicherheit gibt. Das könne es indischen Unternehmen erleichtern, in Vertrieb, Marketing und Markenaufbau in einem Markt zu investieren, in dem Bier und Wein einen größeren Anteil am Konsum haben als Spirituosen.

Die CIABC sagte zudem, das Abkommen könne langfristig auch mehr Importe von neuseeländischem Wein nach Indien unterstützen, auch wenn ein Anstieg wohl schrittweise verlaufen dürfte, da Indiens Weinmarkt weiterhin relativ klein ist und von staatlichen Steuern, Vertriebsbeschränkungen und dem Bekanntheitsgrad bei Verbrauchern geprägt wird. Premiumweine aus Neuseeland könnten dort im Laufe der Zeit durchaus einen Platz finden, insbesondere wenn die technische Zusammenarbeit zwischen Weingütern beider Länder für indische Produzenten zusätzlichen Mehrwert schafft.

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