Französische Weinbergsstudie zeigt: Frühes Entfernen von Begrünung schützt Erträge in trockenen Jahren

Forscher in Okzitanien berichteten, dass Mähen und flache Bodenbearbeitung rund um den Austrieb die Vorteile für den Boden bewahrten, ohne den Wasserstress der Reben zu erhöhen.

27.07.2026

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Französische Weinbergsstudie zeigt: Frühes Entfernen von Begrünung schützt Erträge in trockenen Jahren

Eine dreijährige Studie in ökologisch bewirtschafteten Weinbergen in Südfrankreich ergab, dass die Art und Weise, wie Winzer Begrünungen zwischen den Rebzeilen bewirtschaften, in trockenen Jahren einen deutlichen Unterschied machen kann und dazu beiträgt, die Vorteile für den Boden zu erhalten, ohne den Wasserstress der Reben zu erhöhen.

Die im Fachjournal OENO One veröffentlichte Forschung begleitete von 2022 bis 2024 sieben Weinbergsstandorte in Okzitanien unter mediterranen Bedingungen mit warmen, trockenen Sommern und auf den Winter konzentrierten Niederschlägen. Die Arbeit ging einer zentralen Frage für Winzer nach, die mit heißeren Jahreszeiten und häufigeren Dürren konfrontiert sind: wie sich die Vorteile von Service crops, auch als Begrünung bezeichnet, erhalten lassen, während die Konkurrenz mit den Reben um Wasser begrenzt wird.

Begrünungen werden weithin eingesetzt, um Erosion zu verringern, die Bodenstruktur zu verbessern und die durch Maschinen verursachte Verdichtung zu begrenzen. Diese Vorteile haben sie zu einem wichtigen Bestandteil des ökologischen und regenerativen Landbaus gemacht. In trockenen Klimazonen können sie jedoch auch auf dieselben begrenzten Wasserreserven zugreifen, die die Reben benötigen, was einen Zielkonflikt schafft, der mit dem zunehmenden Klimadruck in den Weinregionen dringlicher geworden ist.

Die Forscher verglichen vier Bewirtschaftungsstrategien auf der Grundlage von zwei Variablen: wann die Winzer eingriffen und wie sie dies taten. Die Eingriffe erfolgten entweder rund um den Austrieb oder etwa einen Monat später. Die Methoden kombinierten Mähen mit flacher Bodenbearbeitung oder setzten einen Walzenhäcksler ein. Zusätzlich wurde eine Kontrollvariante mit blankem, bearbeitetem Boden einbezogen.

Unter den getesteten Optionen erzielte ein früher Eingriff mit Mähen und flacher Bodenbearbeitung das beste Ergebnis. Laut der Studie bewahrte dieser Ansatz die winterlichen und bodenschützenden Vorteile der Begrünung, ohne zusätzlichen Wasserstress zu verursachen und ohne die Produktion im Vergleich zur Kontrolle mit blankem Boden zu verringern. Im Gegensatz dazu waren spätere Eingriffe und Behandlungen mit dem Walzenhäcksler mit geringeren Erträgen, kleinerem Beerengewicht und reduzierter Rebenvitalität verbunden.

Die Ergebnisse sind kein allgemeingültiges Rezept für alle Weinberge. Die Autoren erklärten, dass die Resultate an die lokalen Bedingungen gebunden seien und im Kontext gelesen werden müssten. Da das Projekt auf bewirtschafteten Betrieben und nicht unter streng kontrollierten Versuchsbedingungen durchgeführt wurde, ließen sich Faktoren wie Bodentyp und Mikroklima nicht vollständig von den Ergebnissen trennen. Dennoch berichteten die Forscher statistisch signifikante Effekte, die mit den unterschiedlichen Bewirtschaftungsmethoden zusammenhingen.

Das ist für den Getränkesektor relevant, weil Weinberge in vielen Weinbauregionen unter Druck stehen, sich an trockenere Vegetationsperioden anzupassen, ohne Praktiken aufzugeben, die auf langfristige Bodengesundheit abzielen. Fachliche Erkenntnisse darüber, wie Begrünungen präziser bewirtschaftet werden können, könnten Winzern helfen, Nachhaltigkeitsziele mit Traubenertrag und Fruchtqualität in Einklang zu bringen, die beide das Weinangebot und den Stil prägen.

Die Studie liefert zudem formale Daten für eine Debatte, die sich oft auf Felderfahrung und lokale Beobachtung stützte. In vielen Weinbergen gelten Begrünungen als nützliches Instrument für die Resilienz, insbesondere dort, wo starke Winterregen die Böden erodieren lassen und Sommerhitze die Reben stark belastet. Die neuen Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Zeitpunkt ebenso wichtig sein könnte wie die Wahl der Geräte, wobei frühes Handeln eine Möglichkeit bietet, Vorteile zu sichern, bevor die Konkurrenz um Wasser zu kostspielig wird.

Die Forscher verwiesen zudem auf den Wert der Zusammenarbeit mit kommerziellen Betrieben. Zwar könne dieser Ansatz zu uneinheitlichen Daten und gelegentlichen Abweichungen vom Protokoll führen, sagten sie, er bilde die realen Bedingungen im Weinberg jedoch genauer ab und unterstütze die Diskussion unter Winzern über praktische Anpassungsmaßnahmen.

Für Erzeuger in mediterranen Klimazonen und möglicherweise auch in anderen Regionen mit ähnlichen Mustern aus Winterregen gefolgt von heißen, trockenen Sommern liefert die Studie ein zurückhaltendes, aber nützliches Signal. Sie legt nahe, dass Begrünungen in schwierigen Jahren nicht aufgegeben werden müssen, ihre Bewirtschaftung jedoch sorgfältig angepasst werden sollte, wenn Weinberge sowohl Böden als auch Ernten schützen sollen.

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