AdVini meldet Rückgang der französischen Weinexporte

Die Verkäufe in den USA und China gingen deutlich zurück, während die Weingruppe einen niedrigeren Jahresumsatz und eine höhere Profitabilität auswies.

28.04.2026

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AdVini meldet Rückgang der französischen Weinexporte

AdVini teilte am Montag mit, dass die Exporte französischer Stillweine im Jahr 2025 zurückgingen: Der Wert sank um 4,5 %, das Volumen um 4,2 %. Das Unternehmen verwies dabei auf deutliche Rückgänge in den USA und in China sowie auf einen schwächeren Euro gegenüber mehreren Währungen.

Die französische Weingruppe mit Sitz in Saint-Félix-de-Lodez meldete einen Jahresumsatz von 270,1 Millionen Euro, nach 277,6 Millionen Euro im Vorjahr ein Minus von 2,7 %. Auf vergleichbarer Basis ging der Umsatz um 1,3 % zurück, was das Unternehmen mit einem günstigeren Produktmix erklärte.

Der Exportmarkt sei das ganze Jahr über unter Druck geblieben, so das Unternehmen. Die Verkäufe in die USA sanken um 19 %, jene nach China um 19,5 %. Diese Rückgänge seien teilweise durch Zuwächse in Nordamerika um 26 %, im europäischen On-Trade um 1 %, im Travel Retail um 13 % und in Südafrika um 21 % ausgeglichen worden, sagte AdVini.

In Frankreich legten die On-Trade-Umsätze laut AdVini um 3 % zu, gestützt durch eine stärkere Markenbekanntheit und Bemühungen, die Präsenz bei Restaurants und anderen Multiplikatoren auszubauen. Dagegen gingen die Verkäufe in französischen Supermärkten wertmäßig um 13 % zurück, während die Umsätze im Discount-Kanal um 4 % sanken, da das Unternehmen lieber seine Margen schützen als Volumen hinterherjagen wollte.

Exportgeschäfte machen inzwischen 60 % des Geschäfts von AdVini aus, teilte das Unternehmen mit. Es setze weiter auf höherwertige Weine als Antwort auf die Nachfrage nach geringerem Konsum bei zugleich besserer Qualität.

Die Profitabilität verbesserte sich deutlich. Die Bruttomarge stieg von 36 % auf 38,7 %, gestützt durch Preisdiziplin trotz deflationärem Druck. Das aktuelle EBITDA erhöhte sich von 18,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 20,6 Millionen Euro beziehungsweise 7,6 % des Umsatzes. Das aktuelle operative Ergebnis kletterte von 5,7 Millionen Euro auf 9,2 Millionen Euro.

AdVini erklärte, Personal- und externe Kosten im Jahresverlauf unter Kontrolle gehalten zu haben. Der Finanzaufwand sank von 9,9 Millionen Euro auf 7,7 Millionen Euro, was niedrigeren Zinsen und einer geringeren Verschuldung zugeschrieben wurde. Die Nettoverschuldung verringerte sich von 157,6 Millionen Euro auf 149,8 Millionen Euro.

Der operative Cashflow erreichte nach Angaben des Unternehmens 27,3 Millionen Euro, der Free Cashflow lag bei 15,5 Millionen Euro. Dazu beigetragen habe ein strengeres Bestandsmanagement, das das Working Capital verbessert habe.

AdVini erklärte, der Fokus liege weiterhin auf organischem Wachstum bei Markenweinen und selektiven Vertriebskanälen, insbesondere im Export. Zudem rechne man damit, dass der Erwerb eines Teils der Vermögenswerte von InVivo Wines nach einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. April abgeschlossen werde; dadurch werde InVivo in das Kapital von AdVini eingebracht und es kämen Vertriebsnetze, die Marke Cordier sowie Produktionsanlagen für Schaumweine und entalkoholisierte Weine hinzu.

Die nächste Aktualisierung will die Gruppe am 23. Juli nach Börsenschluss mit der Vorlage der Halbjahresumsätze veröffentlichen.

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