04.07.2025

China hat neue Antidumpingzölle auf europäische Branntweinimporte angekündigt und damit eine einjährige Untersuchung beendet, die im Januar 2024 begann. Das Handelsministerium erklärte, die Untersuchung habe Beweise für unlauteren Wettbewerb bzw. Dumping durch europäische Hersteller ergeben. Dem Ministerium zufolge droht diese Praxis der chinesischen Weinbrandindustrie erheblichen Schaden zuzufügen, und es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Dumping und dem Risiko eines Schadens.
Die neuen Zölle werden zwischen 27,7 % und 34,9 % liegen und für Unternehmen gelten, die sich nicht an eine während der Untersuchung ausgehandelte Preisvereinbarung halten. Das Ministerium bestätigte jedoch auch, dass es Preisverpflichtungen von mehreren europäischen Industrieverbänden und Unternehmen akzeptiert hat. Die Einfuhren dieser Unternehmen sind von den Antidumpingzöllen befreit, solange sie sich an die vereinbarten Preisbedingungen halten.
Insgesamt 34 Unternehmen haben innerhalb der von den chinesischen Behörden gesetzten Frist Anträge auf Preisverpflichtungen eingereicht. Unter ihnen befinden sich einige der bekanntesten Namen der Branche, darunter Martell, Hennessy und Remy Martin. Diese Unternehmen sind wichtige Exporteure von Cognac und Armagnac, Produkte, für die China nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Exportmarkt ist.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit verschärfter Handelsspannungen zwischen China und der Europäischen Union. Anfang dieser Woche hielt sich der chinesische Außenminister Wang Yi in Europa auf, um am dreizehnten strategischen Dialog zwischen der EU und China in Brüssel teilzunehmen. Der Zeitpunkt der Ankündigung Chinas fällt mit den laufenden Streitigkeiten über Zölle auf Elektrofahrzeuge zusammen. Die Europäische Union hat vor kurzem selbst Zölle auf chinesische Elektroautos eingeführt, weil sie der Meinung ist, dass staatliche Subventionen für chinesische Hersteller den fairen Wettbewerb mit europäischen Unternehmen verzerren.
Chinas Schritt, Zölle auf europäischen Weinbrand zu erheben, wird weithin als Reaktion auf diese EU-Maßnahmen gesehen. Das Handelsministerium betonte in seiner Erklärung, dass nur die Unternehmen, die die Preisvereinbarung nicht einhalten, ab sofort mit den neuen Zöllen konfrontiert werden.
Die Untersuchung richtete sich in erster Linie gegen französische Hersteller, die die europäischen Brandy-Exporte nach China dominieren. Für diese Hersteller ist China ein wichtiger Markt, der in Bezug auf das Exportvolumen an zweiter Stelle nach den Vereinigten Staaten steht. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass einige große Marken durch Preisverpflichtungen Ausnahmeregelungen erhalten haben, dass aber kleinere Hersteller aufgrund der neuen Zölle vor großen Herausforderungen stehen könnten.
Der Antidumpingfall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Reibereien zwischen Peking und Brüssel über Handelspraktiken und Marktzugang. Beide Seiten haben sich in den letzten Monaten gegenseitig unfaire Praktiken vorgeworfen, was Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die globalen Handelsströme weckt.
Ab heute müssen alle europäischen Branntweinhersteller, die ohne eine genehmigte Preisverpflichtung nach China exportieren, mit hohen neuen Zöllen rechnen. Das Handelsministerium hat die Einzelheiten der Entscheidung auf seiner offiziellen Website veröffentlicht und darauf hingewiesen, dass es die Einhaltung in den kommenden Monaten genau überwachen wird. Branchenbeobachter beobachten, ob sich die Exportstrategien möglicherweise ändern, da sich beide Seiten auf das neue Handelsumfeld einstellen.
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