Bud Light steuert 2026 auf weiteren Verlust von 3,1 Millionen US-Barrels in den USA zu

AB InBev hat Werbegelder auf Michelob Ultra verlagert, das inzwischen das US-Portfolio des Unternehmens anführt.

06.08.2026

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Bud Light steuert in diesem Jahr in den USA auf einen weiteren Verlust von 3,1 Millionen Barrels zu, da Anheuser-Busch InBev mehr Geld und Aufmerksamkeit auf Michelob Ultra lenkt, ein Bier, das im Heimatmarkt des Konzerns inzwischen an die Spitze des Sortiments gerückt ist.

Evercore ISI schätzt, dass Bud Light 2026 in den USA 12,7 Millionen Barrels verkaufen wird, nach 15,8 Millionen im Jahr 2024, wie die Financial Times unter Berufung auf Daten von Evercore ISI, Beer Marketer’s Insights, MediaRadar und Kantar berichtet. Das entspräche einem Rückgang von 19,6 %. Volumenmäßig entspricht das Minus etwa 364 Millionen Litern. Die Zahl für 2026 ist eine Prognose und kein endgültiges Verkaufsergebnis; die verfügbaren Daten enthielten keinen vergleichbaren Wert für 2025.

Die Prognose zeigt auch, wie weit Bud Light von seinem Höchststand gefallen ist. 2007 und 2008 verkaufte die Marke in den USA rund 41 Millionen Barrels. Sollte die Schätzung für 2026 eintreffen, läge Bud Light damit 28,3 Millionen Barrels unter diesem Spitzenwert, ein Rückgang von etwa 69 %.

Die Verschiebung ist nicht nur deshalb bedeutsam, weil Bud Light in einem hart umkämpften Biermarkt Marktanteile verloren hat, sondern auch, weil AB InBev offenbar Ressourcen von einer eigenen Marke auf eine andere verlagert. Michelob Ultra, das seit Jahren mit Fitness, wenig Kalorien und einem leichteren Image beworben wird, erhält inzwischen deutlich stärkere Werbeunterstützung als Bud Light.

Von Januar bis Juli sanken Bud Lights Medienausgaben um 14 % auf rund 44 Millionen Dollar, wie aus den von der Financial Times zitierten Zahlen hervorgeht. Im selben Zeitraum steigerte Michelob Ultra seine Ausgaben um 38 % auf rund 114 Millionen Dollar. Damit lag Michelob Ultra bei den Medieninvestitionen etwa 70 Millionen Dollar vor Bud Light. Die Ausgaben wurden gerundet angegeben.

Die Lücke bei der Marketingunterstützung spiegelt einen breiteren Wandel im US-Geschäft von AB InBev wider. Michelob Ultra ist nach Angaben von AB InBev bereits das Bier mit dem höchsten Absatzvolumen in den Vereinigten Staaten. Das markiert einen erheblichen Wandel für ein Unternehmen, das lange von Bud Light geprägt war, einer Marke, die über Jahre das dominierende Bier im Land und eines der bekanntesten Produkte in amerikanischen Lebensmittelgeschäften, Bars und Stadien war.

Für die Bierbranche zeigen die Zahlen, wie sich die Markenkraft in den Vereinigten Staaten durch Veränderungen bei Verbrauchergeschmack, Preisen, Gesundheitsbedenken und Marketingstrategie verschoben hat. Michelob Ultra hat von der Nachfrage nach Bieren profitiert, die mit kalorienärmerem Trinken und aktiven Lebensstilen verbunden sind. Bud Light dagegen bewegt sich inzwischen in einem engeren Segment, mit schwächerer Absatzdynamik und weniger Unterstützung in bezahlten Medien als die Marke, die sie innerhalb desselben Konzernportfolios überholt hat.

Damit ist der aktuelle Rückgang mehr als nur ein einfacher Verlust an externe Rivalen. Die Daten deuten darauf hin, dass AB InBev Ressourcen aktiv auf die Marke umverteilt, die es für besser für den heutigen Markt positioniert hält. Statt Bud Light um jeden Preis wieder auf seine frühere Größe zu bringen, scheint das Unternehmen Michelob Ultra stärker zu priorisieren, wo Absatzwachstum und Markenidentität ausgeprägter waren.

Der US-Biermarkt bleibt eine der wichtigsten Ertragsquellen für globale Brauereien, und Veränderungen in der Markenhierarchie dort können sich auf Distribution, Regalfläche und Promotionsvereinbarungen in der gesamten Branche auswirken. Eine Prognose von 12,7 Millionen Barrels macht Bud Light zwar weiterhin zu einer großen nationalen Marke, aber zu einer deutlich kleineren als noch vor weniger als zwei Jahrzehnten, und die jüngsten Daten zu den Werbeausgaben zeigen, dass AB InBevs größte Wette im amerikanischen Biergeschäft inzwischen anderswo liegt.

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