Eine der ältesten Brauereien Deutschlands meldet nach 400 Jahren Insolvenz an

Hofbrauhaus Wolters will während der Restrukturierung weiterbrauen, während der deutsche Biermarkt schrumpft und die Kosten hoch bleiben

26.06.2026

Die Hofbrauhaus Wolters GmbH, eine der ältesten Brauereien Deutschlands, hat Insolvenz angemeldet, da der Biermarkt des Landes weiter schrumpft und die Produktionskosten hoch bleiben.

Von AK&M zitierte Berichte ausländischer Medien zufolge steht die Brauerei wegen schwächerer Biernachfrage und steigender Kosten, darunter Energiekosten, unter finanziellem Druck. Die Geschäftsführung plant, die Produktion während der Neuorganisation der Abläufe fortzuführen.

Die Brauerei, bekannt für ihre Marke Wolters, hat ihren Sitz in Braunschweig in Niedersachsen. Ihre Geschichte reicht rund 400 Jahre zurück und macht sie zu einer der traditionsreichsten Brauereien Deutschlands.

Die Anmeldung erfolgt vor dem Hintergrund eines breiteren Abschwungs beim deutschen Bier. Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes sank der Bierkonsum in Deutschland im Jahr 2025 um 5,8 %, während der Absatz um rekordverdächtige 6 % auf 7,8 Milliarden Liter zurückging und weiter sinkt.

Der Branchenverband teilte außerdem mit, dass in den vergangenen sechs Jahren in Deutschland 137 Brauereien ihren Betrieb eingestellt haben, darunter auch der große Brauer Oettinger.

Für die Getränkeindustrie ist der Fall Wolters ein weiteres Zeichen dafür, dass der deutsche Brauereisektor bei anhaltend schwacher Nachfrage und hohen Betriebskosten vor weiterer Konsolidierung und einer kleineren Zahl von Produzenten stehen könnte. Das könnte sich auf Arbeitsplätze, Lieferantenbeziehungen und die Fähigkeit traditioneller Regionalbrauereien auswirken, unabhängig zu bleiben.