Huangtais Baijiu-Lagerbestand hat sich im ersten Halbjahr 2026 nahezu verdoppelt

Der Umsatz mit Getreide-Baijiu sank um 12,69 %, nachdem die Produktion den Absatz um fast 350 Tonnen übertroffen hatte.

26.08.2026

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Huangtais Baijiu-Lagerbestand hat sich im ersten Halbjahr 2026 nahezu verdoppelt

Huangtai, ein kleiner regionaler chinesischer Baijiu-Hersteller, meldete in der ersten Hälfte des Jahres 2026 einen deutlichen Aufbau der Fertigwarenbestände, obwohl die Einnahmen aus dem Getreide-Baijiu-Geschäft zurückgingen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Halbjahresbericht des Unternehmens hervorgeht.

Der Bericht zeigte, dass die Erlöse aus Getreide-Baijiu auf 47,00 Millionen Yuan von 53,83 Millionen Yuan im Vorjahr sanken. Das entsprach einem Rückgang um 6,83 Millionen Yuan beziehungsweise 12,69 % im Zeitraum Januar bis Juni. Der Rückgang erfolgte trotz eines leichten Anstiegs der physisch verkauften Menge an Fertigprodukten.

Der Absatz von Fertig-Baijiu stieg um 4,23 % auf 622,02 Tonnen, während die Produktion deutlich schneller zunahm, nämlich um 23,76 % auf 971,91 Tonnen. Die Lücke zwischen Produktion und Absatz trieb die Bestände an Fertigwaren bis zum Periodenende auf 918,86 Tonnen. Das lag 96,22 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Auf Basis dieser prozentualen Veränderung lag der frühere Lagerbestand bei etwa 468,28 Tonnen, was einem Anstieg von rund 450,58 Tonnen entspricht.

Die Zahlen weisen auf einen klaren Lageraufbau im Unternehmen hin. Huangtai produzierte im ersten Halbjahr fast 350 Tonnen Baijiu mehr, als es verkaufte, und die Bestände an Fertigprodukten haben sich nahezu verdoppelt. Für einen Produzenten dieser Größe ist das eine bemerkenswerte Veränderung des operativen Gleichgewichts.

Der Bericht nannte keinen direkten durchschnittlichen Verkaufspreis je Tonne, doch eine einfache Berechnung auf Grundlage der gemeldeten Umsätze und Absatzmengen lässt darauf schließen, dass der pro Tonne erzielte Wert deutlich zurückging. Nach den veröffentlichten Zahlen lag der Umsatz je verkaufter Tonne im ersten Halbjahr 2026 bei rund 75.600 Yuan, verglichen mit etwa 90.200 Yuan im selben Zeitraum des Vorjahres. Das entspräche einem Rückgang von rund 16 %.

Diese Schätzung ist mit Vorsicht zu behandeln. Es handelt sich nicht um einen vom Unternehmen ausgewiesenen Transaktionspreis, und er kann durch Bilanzierungszeitpunkte, Produktmix, Vertriebsstruktur und die spezifischen Posten beeinflusst werden, die in der ausgewiesenen Baijiu-Umsatzlinie enthalten sind. Dennoch ist die Richtung der Veränderung bemerkenswert, weil sie zeigt, dass der Umsatz sank, obwohl die Absatzmenge stieg.

In der Summe deuten die Zahlen darauf hin, dass Huangtai in diesem Zeitraum in seinem Baijiu-Geschäft eine schwächere Wertrealisierung verzeichnete. Ein Unternehmen kann aus mehreren Gründen mehr produzieren, als es verkauft, etwa zur Vorbereitung auf künftige Nachfrage, wegen veränderter Distributionszeitpunkte, langsamerer Abverkäufe im Markt oder einer Verschiebung hin zu Produkten, die länger benötigen, bis sie abgesetzt werden. Steigen die Bestände jedoch so schnell und sinkt der Umsatz dennoch, kann das auch auf Preisdruck, Druck auf den Produktmix oder auf beides hindeuten.

Baijiu ist Chinas traditionelle Spirituose, und Huangtais Geschäft konzentriert sich auf China, vor allem auf die Provinz Gansu. Das Unternehmen gehört nicht zu den größten Produzenten des Landes, weshalb Schwankungen bei Produktion, Auslieferungen und Beständen in den ausgewiesenen Zahlen stärker ins Auge fallen. Bei kleineren regionalen Brennereien wird das Verhältnis zwischen Produktion, Händlernachfrage und Lagerbeständen oft genau beobachtet, weil es zeigen kann, ob das Absatzwachstum von der Endnachfrage getragen wird oder von Lageraufbau in der Lieferkette.

Der Halbjahresbericht enthielt keine geprüften Schlussfolgerungen zum Gesamtjahr, und die Ergebnisse sind weiterhin Zwischenzahlen. Das ist in diesem Fall relevant, weil sich Lagerbestände und Umsatzrealisierung zwischen den Berichtszeiträumen verschieben können und weil der ausgewiesene Baijiu-Umsatz des Unternehmens möglicherweise einen veränderten Produktmix widerspiegelt statt einer einzelnen standardisierten Kategorie, die zu einem einzigen Preis verkauft wird.

Dennoch zeigen die am Mittwoch veröffentlichten Halbjahreszahlen ein schlichtes und wichtiges Muster. Huangtai produzierte deutlich mehr Baijiu, als es verkaufte, beendete den Juni mit weit höheren Fertigbeständen als ein Jahr zuvor und erzielte aus dem Segment weniger Umsatz als im gleichen Zeitraum 2025. Für Investoren und Branchenbeobachter ist diese Kombination ein konkretes Zeichen dafür, dass der physische Bestandsaufbau in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 schneller zunahm als der Marktabsatz.

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