Britische Pubs verzeichneten im Juli einen Umsatzsprung.

Fassbierabsatz stieg an weniger Standorten um 3,9 %, angetrieben von WM-Zuschauern und anhaltend heißem Wetter.

20.08.2026

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Britische Pubs erzielten im Juli höhere Umsätze, obwohl die Zahl der betriebenen Standorte weiter zurückging, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten von The Oxford Partnership und Vianets BevMetrics zeigen.

Die Monatszahlen zeigten, dass das gesamte Fassbier-Volumen gegenüber Juli 2025 um 3,9 % stieg, während die durchschnittliche Absatzrate um 5,2 % zulegte. Dieses Wachstum erfolgte trotz eines Rückgangs der betriebenen Standorte im vergangenen Jahr auf 98.795 von 100.436.

Die Daten deuten darauf hin, dass die noch geöffneten Betriebe mehr Kunden anzogen und diese länger hielten. Die durchschnittliche Auslastung erreichte 65,91 %, nach 62,61 % ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Verweildauer stieg um 12 Minuten auf 154 Minuten. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Person legten um 3,4 % auf 26,91 £ zu, wobei die Ausgaben für Essen um 4,7 % und für Getränke um 2,4 % stiegen.

Alison Jordan, Geschäftsführerin von The Oxford Partnership, sagte, der Juli zeige, wie stark das Pub- und Bargeschäft profitieren könne, wenn große Ereignisse mit günstigem Wetter zusammenfielen. Sie sagte, die Männer-WM habe den Verbrauchern wiederholt Gründe für Besuche geliefert, während anhaltend heißes Wetter mehr Gelegenheiten für Treffen in Biergärten, auf Terrassen und bei spontanen sozialen Anlässen geschaffen habe.

Jordan sagte, das Ergebnis sei nicht nur mehr Laufkundschaft gewesen. Ihrer Ansicht nach hätten die Betriebe diese stärkere Bindung auch in echte kommerzielle Gewinne umgewandelt, mit mehr verkauftem Fassbier, schnellerem Absatztempo und höheren Ausgaben.

Die Zahlen deuten auf einen Markt hin, der bei der Zahl der Standorte weiter unter Druck steht, aber bei passenden Bedingungen durchaus wachsen kann. Da weniger Betriebe geöffnet sind als vor einem Jahr, legt die Leistung im Juli auch nahe, dass die verbliebenen Betreiber einen größeren Anteil der Nachfrage abschöpfen und jeden Besuch über Speisen und Getränke hinweg umfassender nutzen.

Die regionalen Ergebnisse fielen uneinheitlich aus, obwohl alle im Bericht genannten Regionen Wachstum verzeichneten. London lag mit einem Fassbier-Plus von 8,2 % gegenüber demselben Monat des Vorjahres vorn. Vorstadtlagen folgten mit 4,6 %, während ländliche Betriebe mit 3,9 % dem nationalen Fassbier-Wachstum entsprachen. Städtische Standorte verzeichneten mit 1,1 % einen geringeren Anstieg.

Die Juli-Zuwächse folgten auf einen starken Lauf während des Männer-WM-Turniers, das am 11. Juni begann und am 19. Juli endete. In diesem Zeitraum nahmen Pubs laut derselben Datenreihe im Durchschnitt zusätzlich 1.891 £ je Betrieb ein. Außerdem verkauften sie während des Turniers pro Pub und Tag neun Pints mehr, ein Plus von 5 % gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Für Brauereien, Pub-Unternehmen, Getränkedistributoren und Barbetreiber liefern die Zahlen ein nützliches Signal vor den nächsten saisonalen Spitzen. Sie zeigen, wie schnell die Nachfrage steigen kann, wenn Fernsehsport und warmes Wetter zusammenfallen, und sie könnten Unternehmen helfen, Bestellungen, Preisgestaltung und Produktsortiment präziser zu planen. Das ist besonders relevant in einem Markt, in dem die Zahl der Standorte schrumpft, weil stärkere Handelstage größere Auswirkungen auf Lagerumschlag und Einkaufsentscheidungen haben können.

Die Zahlen unterstreichen auch die anhaltende Bedeutung von Fassbier für die britische Pub-Ökonomie. Zwar stiegen die Ausgaben für Essen im Juli schneller als die Ausgaben für Getränke, doch legten die Getränkumsätze ebenfalls zu und blieben ein zentraler Bestandteil des gesamten Anstiegs der Kundenausgaben. In der Praxis kann dies beeinflussen, wie Betreiber Zapfhähne, abgepackte Produkte, Spirituosen sowie Optionen mit wenig oder keinem Alkohol ausbalancieren, wenn sie sich auf künftige, ereignisgetriebene Handelsphasen vorbereiten.

Die Juli-Entwicklung fiel in eine Zeit, in der die Branche mit höheren Kosten und einem kleineren Bestand zu kämpfen hat. Die neuesten Daten zeigen, dass die Nachfrage durch diese Schließungen nicht verschwunden ist. Stattdessen konzentrierten die Kunden in mindestens einem wichtigen Sommermonat ihre Besuche auf die noch geöffneten Betriebe, blieben länger und gaben vor Ort mehr aus.

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