Irische Whiskeyexporte in die EU legten in vier Jahren um 21,5 % zu

Griechenland führte mit einem Mengenzuwachs von 88 % die Gewinne an und festigt damit Europas Rolle als stabileren Markt für irische Destillateure.

20.08.2026

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Irische Whiskeyexporte in die Europäische Union stiegen in den vergangenen vier Jahren mengenmäßig um 21,5 %, wie am Donnerstag von der Irish Whiskey Association veröffentlichte Zahlen zeigen. Der Verband erklärte, dass das schnellere Wachstum in südlichen und kleineren EU-Märkten dazu beiträgt, schwächere Handelsbedingungen außerhalb Europas auszugleichen.

Die Branchenorganisation sagte, der Anstieg spiegele eine stärkere Nachfrage im gesamten Block wider, zu einer Zeit, in der irische Getränkehersteller den europäischen Binnenmarkt stärker als Quelle stabileren Wachstums in den Blick nehmen. Der Verband veröffentlichte weder die zugrunde liegenden Tabellen noch die Ausgangs-Exportmengen, sodass das vollständige Ausmaß des Zuwachses in Litern nicht ersichtlich war.

Innerhalb der EU verzeichnete Griechenland den stärksten gemeldeten Anstieg der physischen Lieferungen, mit einem Exportvolumenplus von 88 % im Vierjahreszeitraum. Italien folgte mit einem Mengenanstieg von 68 %. Der Verband sagte außerdem, die Exporte nach Bulgarien seien um 54 % gestiegen, berichtete in diesem Fall jedoch ein Wachstum nach Wert und nicht nach Volumen, wodurch die bulgarische Zahl nicht unmittelbar mit den für Griechenland und Italien gemeldeten Zuwächsen vergleichbar ist.

Deutschland, Polen und Frankreich bleiben die größten EU-Märkte für Irish Whiskey, mit einem gemeinsamen Exportwert von €97,2 Millionen, sagte der Verband. Er präzisierte nicht, welches Jahr diese Zahl abdeckt, sodass unklar bleibt, ob sie sich auf das jüngste volle Jahr, einen rollierenden Zeitraum oder denselben Vierjahreszeitraum wie die Volumendaten bezieht.

Die Daten wurden nach einer Präsentation irischer Spirituosen in Galway im Juli veröffentlicht, bei der Erzeuger und EU-Vertreter zusammenkamen. Der Verband nutzte die Veranstaltung, um die Bedeutung des Binnenmarkts für irische Destillateure und Hersteller von Cream Liqueur zu betonen, während die Branche in anderen internationalen Märkten mit tarifären und nichttarifären Handelshemmnissen konfrontiert ist. Europa ist zu einem wichtigeren Gegengewicht geworden, da sich die Handelsbedingungen in Nordamerika für einige Getränkeexporteure verschlechtert haben.

Eoin Ó Catháin, Direktor der Irish Whiskey Association, sagte, die jüngsten Zuwächse deuteten auf einen Wandel im Kaufverhalten europäischer Verbraucher bei Premium-Spirituosen hin. Er sagte, eine anhaltende politische Unterstützung für den Binnenmarkt werde wichtig sein, wenn die Produzenten in der Region weiter expandieren sollen. Der Verband fordert Regierungen und EU-Institutionen auf, die Bemühungen zur Harmonisierung der Regeln in der gesamten EU fortzusetzen, und argumentiert, dass ein einheitlicheres regulatorisches Umfeld dazu beitragen würde, das Exportwachstum aufrechtzuerhalten.

Der Verband verwies außerdem auf Zuwächse in anderen irischen Spirituosenkategorien. Er sagte, die Exporte von Irish Cream nach Frankreich seien 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 32 % gestiegen, während die Exporte nach Deutschland um 19 % zulegten. Diese Zahlen deuten auf eine breitere Dynamik für irische Getränke in Kontinentaleuropa hin, nicht nur für Whiskey. Der Verband veröffentlichte in derselben Mitteilung keine Volumina für Irish Cream.

Irische Produzenten nutzen den derzeitigen Vorstoß in Europa auch, um drei geschützte geografische Angaben zu bewerben: Irish Whiskey, Irish Cream und Irish Poitín. Branchenverbände sagen, diese Bezeichnungen trügen dazu bei, Authentizität und Herkunft zu schützen, und unterstützten zugleich Beschäftigung im ländlichen Raum, Tourismus und Investitionen in die Destillation. Auf der Veranstaltung in Galway waren unter anderem die Marken Clonakilty Irish Whiskey, Dingle Irish Whiskey, Power’s Irish Whiskey und Five Farms Irish Cream vertreten.

Der Verband sagte ferner, irische Spirituosen machten etwa ein Drittel der EU-Spirituosenexporte aus, eine Behauptung, mit der die Bedeutung des Sektors für den Getränkehandel der EU unterstrichen werden soll. Die Veröffentlichung sagte jedoch nicht, ob diese Schätzung auf Wert oder Volumen beruhte, und lieferte keine Stützungsdaten. Dieser Mangel an Details erschwert den unabhängigen Vergleich, zumal die Mitteilung für verschiedene nationale Märkte Volumen- und Wertindikatoren vermischte.

Auch mit diesen Lücken weisen die Zahlen auf ein klares Muster hin. Irish Whiskey wächst in Teilen Südeuropas und Osteuropas schneller als in einigen seiner reiferen Märkte, während Deutschland, Frankreich und Polen in der Region weiterhin die größte Absatzbasis bilden. Für irische Produzenten, die im Auslandsgeschäft mit mehr Unsicherheit konfrontiert sind, wird diese Kombination aus Größe in den Kernmärkten der EU und schnellem Wachstum in neueren Märkten zu einem zentralen Bestandteil der Exportstrategie der Branche.

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