Zapfbier überholt Flaschen- und Dosenbier in US-Bars

NIQ zufolge greifen Gäste beim Bier außer Haus wegen Frische, Geschmack und Preis-Leistungs-Verhältnis häufiger zum Zapfbier.

11.05.2026

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Zapfbier hat in US-Bars und Restaurants abgefülltes Bier überholt – eine Verschiebung, die NielsenIQ zufolge den wachsenden Fokus der Verbraucher auf Geschmack, Frische und Preis-Leistungs-Verhältnis widerspiegelt, wenn sie außer Haus trinken und dabei bewusster ausgeben.

Nach der am 7. Mai veröffentlichten NIQ-Analyse entfielen auf Zapfbier 53,1 % des in den USA im On-Premise-Kanal verkauften Biervolumens; dazu zählen Bars, Restaurants und andere Orte, an denen Getränke vor Ort konsumiert werden. Beim Wert lag Zapfbier bei 49,9 % des Umsatzes – ein Hinweis darauf, dass es nicht nur mehr Volumen bewegt, sondern auch preislich und mit Blick auf die wahrgenommene Qualität stark konkurriert.

Die Ergebnisse deuten auf einen Wandel hin, wie Amerikaner Bier außerhalb des Hauses auswählen. NIQ zufolge greifen Konsumenten zunehmend zu Zapfbier, weil sie es als frischer und geschmacklich besser als abgefülltes Bier wahrnehmen; zugleich bietet es in einer Zeit, in der viele Verbraucher preissensibel bleiben, ein stärkeres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Studie ergab zudem, dass importierte Biere im On-Premise-Kanal weiter an Boden gewannen – ebenso wie alkoholfreie und alkoholreduzierte Alternativen. Das deutet darauf hin, dass Bars und Restaurants ihr Bierangebot ausweiten, weil Kunden mehr Vielfalt und unterschiedliche Trinkanlässe suchen, darunter auch Optionen, die zu Trends rund um moderaten Konsum passen.

Für Betreiber hat dieser Wandel praktische Folgen. Ein größerer Anteil von Zapfbierverkäufen kann sich auf die Planung der Schankanlagen, das Bestandsmanagement und die Kartenstrategie auswirken, während das Wachstum importierter und alkoholfreier Angebote Lokale dazu veranlassen könnte, ihre Bierlisten neu zu strukturieren und Getränke für unterschiedliche Kundengruppen gezielter zu bewerben.

Die NIQ-Daten liefern weitere Hinweise darauf, dass der Biermarkt im On-Premise-Bereich weniger allein von Markentreue geprägt wird als vielmehr von unmittelbaren Erwartungen der Verbraucher an Geschmack, Frische und Preis.

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