Italian Wine Brands prüft Deals, während die Weinpreise nachgeben

Banca Akros sieht für das Unternehmen Spielraum für Übernahmen, nachdem sich die Margen erholt haben und die Lagerbestände gesunken sind.

27.04.2026

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Italian Wine Brands prüft Deals, während die Weinpreise nachgeben

Italian Wine Brands hat laut Analysten von Banca Akros finanziellen Spielraum für Übernahmen und Fusionen und könnte von einem Marktumfeld profitieren, in dem vorsichtige Konsumausgaben und hohe Weinbestände die Einkaufspreise drücken dürften. Die Einschätzung stammt aus einem Bericht, der nach der am Dienstag in Mailand abgehaltenen „Appuntamento alle colonne conference“ veröffentlicht wurde.

Banca Akros beließ die Aktie auf „Buy“ und setzte ein Kursziel von 29 Euro. Die Analysten erklärten, dass ein mögliches Aufwärtspotenzial aus Fusionen und Übernahmen in ihren aktuellen Prognosen nicht berücksichtigt sei.

Nach ihren Angaben arbeitet das Unternehmen weiterhin die Folgen des Inflationsschubs auf, der nach der Pandemie 2022 und 2023 einsetzte und die Margen in der gesamten Branche belastete. Dem Bericht zufolge benötigte Italian Wine Brands das gesamte Jahr 2023, um verlorene Profitabilität zurückzugewinnen und die Lagerbestände wieder auf ein normaleres Niveau zu bringen. In den Jahren 2024 und 2025 kehrte das Unternehmen trotz niedrigerer Verkaufspreise infolge der postpandemischen Deflation zur Rekord-EBITDA-Marge von 12,5% zurück, die es 2020 auf dem Höhepunkt der Pandemie erreicht hatte.

Für 2026 erwartet Akros eine moderate Inflation bei den Verpackungskosten, die durch niedrigere Kosten für den Weineinkauf ausgeglichen wird. Die Analysten sagten, die Vereinigten Staaten blieben wegen Zöllen und Volatilität ein schwieriger Markt. Im vergangenen Jahr wurden die US-Zölle zu 50/50 mit dem Vertriebspartner geteilt; das kostete das Unternehmen weniger als 1 Million Euro, und dieser Aufwand könnte in diesem Jahr wieder hereingeholt werden, sofern keine neuen Steuermaßnahmen oder Verzögerungen dazwischenkommen.

Die Umsätze könnten sich in diesem Jahr nur leicht verbessern, doch Akros sieht ab 2027 einen stärkeren Beitrag neuer Initiativen im HoReCa-Segment und im Mass Retail. Das Unternehmen kann sich dabei auf seine Position als Italiens größter Prosecco-Produzent nach Volumen stützen; in dieser Kategorie hält es einen Marktanteil von 10%.

Der Bericht verwies zudem auf das zurückhaltende Investitionsmodell von Italian Wine Brands. Die Investitionsausgaben dürften bei rund 1,5% bis 2% des Umsatzes bleiben, also zwischen 6 Millionen und 8 Millionen Euro. Zusammen mit einem neutralen oder negativen Working Capital habe dies den Schuldenabbau deutlich beschleunigt; die Nettoverschuldung dürfte bis 2027 auf nahezu null sinken.

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