Nur 11 Weinberge erreichen Platin im Bigot Index

Das Spitzenranking umfasst Italien und Slowenien und zeigt den kleinen Anteil der überwachten Weinberge mit dem höchsten Potenzial für den Rebanbau.

21.04.2026

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Only 11 Vineyards Earn Platinum in Bigot Index

Nur 11 Weinberge von mehr als 2.000 überwachten in Italien und im Mittelmeerraum wurden in der neuesten Ausgabe des Bigot Index als „Platinum“ eingestuft. Das von Giovanni Bigot entwickelte System zur Bewertung von Weinbergen ist zu einer Referenz für die Beurteilung des Rebanbaupotenzials durch direkte Beobachtung und wissenschaftliche Methoden geworden.

Die in diesem Jahr ausgezeichneten Weinberge reichen vom Ätna bis nach Friaul, von Asolo bis ins Veltlin, von den Langhe bis Bolgheri, von Valpolicella bis zu den Hügeln von Piacenza sowie nach Slowenien. Sie sind mit Weingütern verbunden, darunter Cusumano, Sandrone, Michele Satta, Aldo Rainoldi, Loredan Gasparini, Marjan Simčič Domaine, Ferdinand, La Tosa, Ripa delle Volta, Sgubin Ferruccio und Tikveš Lepovo.

Der Bigot Index bewertet Weinberge inzwischen nicht mehr mit einer numerischen Punktzahl. Stattdessen werden sie nun in zwei Exzellenzstufen eingeteilt: „Platinum“-Weinberge, die das vor Ort identifizierte höchste Qualitätsniveau repräsentieren, und „Gold“-Weinberge als breitere Gruppe, die ebenfalls strenge Standards erfüllt. Auf die Platinum-Kategorie entfielen in diesem Jahr nur 0,5 % der überwachten Weinberge. Die Gold-Kategorie umfasste 2,5 % beziehungsweise 100 Weinberge.

Nach Angaben von Perleuve, dem gemeinsam mit Bigot hinter dem System stehenden Unternehmen, hat die Vegetationsperiode 2025 einen Punkt bestätigt, den viele Erzeuger bereits aus der Praxis kennen: Weingüter, die wissenschaftlich und datenbasiert arbeiten, können die Traubenqualität auch unter schwierigen Witterungsbedingungen konstant verbessern. Das Unternehmen erklärte, der Index beruhe auf einer einfachen Idee: Qualitätspotenzial entstehe aus dem Zusammenspiel von Standort, saisonaler Witterung und menschlichem Urteil bei der Steuerung dieser Variablen. Heute sei vor allem die menschliche Entscheidungsfindung das Merkmal, das Spitzenweinberge am deutlichsten vom Rest unterscheide.

Die Überwachung erfolgt ganzjährig und soll Informationen liefern, die agronomische Entscheidungen von Weinberg zu Weinberg steuern können, statt auf Standardmethoden für das gesamte Gut zu setzen. In einer Phase des Klimawandels und veränderter Marktanforderungen biete dieses Modell nach Angaben von Perleuve eine praktische Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Weinen mit klarem Herkunftsprofil und Identität.

Das Unternehmen erklärte, die 2025 geehrten Weinberge zeigten den Wandel des modernen Weinbaus mit stärkerem Fokus auf Wissen, geschultes Personal und die genaue Beobachtung jeder Parzelle. „Große Weine entstehen im Weinberg“, sagte Perleuve.

Zu den Platinum-Weinbergen 2025 zählen unter anderem Cusumano Alta Moras Lage Guardiola auf Sizilien für Nerello Mascalese; Ferdinands Weinberg Pročno für Merlot; La Tosas Lage Ca’ di Terra für Sauvignon; Loredan Gasparinis Weinberg Spineda für Merlot; Marjan Simčič Domaines Weinberg Trobno für Merlot; Michele Sattas Vigna Nova für Syrah; Aldo Rainoldis Weinberg Calvario für Nebbiolo; Ripa della Voltas Vigna Palazzo für Friulano; Sgubin Ferruccios Weinberg Restocina; Tikveš Lepovos Lage Star nasad für Cabernet Sauvignon; sowie Sandrones Weinberg Talin in Le Coste di Barolo.

Die Gold-Liste umfasst weitere Weinberge in Italien und benachbarten Weinregionen, darunter Standorte von Cusumano Alta Mora, Marramiero, Castello di Cigognola, Gianfranco Alessandria, Ilaria Addis, Kyperounda Winery, Le Vigne di Zamò, Mauro Veglio, Monsupello, Nebó Winery, Siddura, ERT 1050, Adami, La Castellada, Radikon und Korenika&Moškon.

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