17.04.2026


Die Champagne hat eines ihrer schwersten Frühjahrsfrostereignisse seit mehr als zwei Jahrzehnten erlitten: Nach den jüngsten Kälteeinbrüchen wurden 40 % der Knospen zerstört, teilte die Branchenorganisation, die Winzer und Häuser vertritt, am Dienstag mit.
Das Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne, kurz CIVC, erklärte, der Schaden sei nach 2003 der zweitschwerste seit 2003 gewesen; damals zerstörte Frost 45 % der Knospen im Weinberg. Die Gruppe sagte, die jüngsten Fröste hätten eine Phase getroffen, in der Reben normalerweise besonders anfällig sind, doch in diesem Jahr seien die Pflanzen um etwa drei Wochen weiter entwickelt gewesen, was sie stärker exponiert habe.
Da der Austrieb früher als üblich eingesetzt habe, habe der Frost mehr Schaden angerichtet, als dies bei einem normalen saisonalen Verlauf der Fall gewesen wäre, so das CIVC. Zugleich betonte die Organisation, es sei noch zu früh, um abzuschätzen, was die Verluste für die Ernte bedeuten würden, da der Rebenzyklus noch nicht abgeschlossen sei und die Wetterbedingungen in den kommenden Monaten die Trauben vor der Lese weiterhin beeinflussen würden.
Die Branche wies zudem darauf hin, dass die Menge der geernteten Trauben nicht direkt über die Weinqualität entscheidet, die von den Bedingungen während des gesamten Wachstums der Früchte abhängt. Dennoch könnte eine kleinere Ernte das Angebot in einem Markt verknappen, in dem die Champagnerauslieferungen bereits unter Druck stehen.
Im Januar teilte das CIVC mit, dass die Champagnerauslieferungen im Jahr 2025 zum dritten Mal in Folge auf 266 Millionen Flaschen zurückgegangen seien. Das war der niedrigste Stand seit 2001, ausgenommen 2020, als pandemiebedingte Störungen die Auslieferungen auf 244 Millionen Flaschen drückten.
Frühjahrsfrost ist eine wiederkehrende Gefahr in französischen Weinregionen, doch die Winzer in der Champagne waren in diesem Jahr besonders alarmiert wegen der frühen Entwicklung der Reben und wiederholter Kälteperioden in Teilen Nordostfrankreichs. Die volle Auswirkung auf die Produktion hängt davon ab, wie viel des geschädigten Wachstums sich erholen kann und ob das spätere Wetter dem verbleibenden Bestand hilft oder schadet.
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