13.04.2026

Rémy Cointreau, die französische Spirituosengruppe hinter dem Cognac Rémy Martin und dem Likör Cointreau, hat einen umfassenden Transformationsplan angekündigt, da das Unternehmen weiterhin mit Schwierigkeiten in seinen Kernmärkten, insbesondere in China und den Vereinigten Staaten, zu kämpfen hat. Das Unternehmen mit weltweit mehr als 1.800 Beschäftigten stellte die neue Strategie am Mittwoch vor. Ziel des Plans ist es, den unternehmerischen Geist des Unternehmens zu stärken; zudem umfasst er eine deutliche Neuordnung der Managementstruktur.
Die Transformation war erstmals im November von Franck Marilly erwähnt worden, der im Juni zum CEO ernannt wurde. In einer Mitteilung erklärte Marilly, Ziel des Unternehmens sei es, die Profitabilität nachhaltig zu verbessern und zusätzliche Mittel zu erwirtschaften, um sie wieder in Wachstum zu investieren. Das Unternehmen hat nicht angegeben, ob der Plan soziale Auswirkungen haben oder zu Stellenstreichungen führen wird.
Innerhalb des Executive Committee wurde ein neues Steering Committee eingerichtet; dieses besteht nun aus fünf Hauptbereichen. Einer davon ist den Märkten gewidmet und umfasst einen neuen Schwerpunkt auf Schwellenmärkte mit hohem Potenzial. Zudem wurden zwei neue direkt dem CEO unterstellte Funktionen geschaffen: ein Innovation Lab zur Beobachtung von Verbrauchertrends und Wachstumschancen sowie ein Executive Lab, um bestimmte Transformationsprojekte zu beschleunigen.
Der Plan soll das Vertriebsnetz von Rémy Cointreau effizienter machen und Preisgestaltung, Produktformate sowie Promotionsstrategien verfeinern, um die Wertschöpfung zu maximieren. Außerdem sollen Kommunikations- und Werbemittel besser verteilt und Beschaffungsprozesse optimiert werden. Das Unternehmen sagt, es wolle die Zuständigkeiten innerhalb der Organisation klarer fassen, Entscheidungswege straffen, die Leistungskultur stärken und seine Teams neu beleben.
Das Geschäft von Rémy Cointreau hängt zu mehr als 60 % vom Cognac ab. In den vergangenen Jahren hatte die Gruppe mit geopolitischen Spannungen, Handelsproblemen, veränderten Verbraucherpräferenzen und Sorgen um die Kaufkraft sowohl in China als auch in den USA zu kämpfen. Diese Herausforderungen haben die Finanzergebnisse stark belastet.
Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 meldete Rémy Cointreau einen Umsatzrückgang um 6,6 % auf 735,4 Millionen Euro. Über zwölf Monate erwartet das Unternehmen bei konstanten Wechselkursen und unverändertem Konsolidierungskreis stabile oder leicht steigende Erlöse, rechnet jedoch mit einem Rückgang des laufenden operativen Ergebnisses um mehr als 10 Prozentpunkte.
Die ersten Updates zum Fortschritt des Transformationsplans mit dem Namen „RC Forward“ werden erwartet, wenn Rémy Cointreau am 4. Juni seine Jahresergebnisse vorlegt. Das Unternehmen hofft, dass diese Veränderungen ihm helfen werden, in seinen traditionellen Märkten wieder Tritt zu fassen und zugleich in neue Märkte vorzustoßen.
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