24.04.2026

Der weltweite Markt für Fine-Wine-Auktionen ist 2025 weiter gewachsen, obwohl der Alkoholkonsum in vielen Ländern weiter nachließ, wie aus dem jährlichen Barometer von iDealwine hervorgeht, einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht über Online-Verkäufe seltener Weine und Spirituosen. Das in Paris ansässige Auktionshaus teilte mit, im vergangenen Jahr mehr als 300.000 Flaschen verkauft zu haben – ein Plus von 18,5 % nach Volumen und 9 % nach Wert – bei einem Gesamtumsatz von 42,4 Millionen Euro. Der durchschnittliche Flaschenpreis sank um 8 % auf 137 Euro.
Der Bericht verweist auf einen Markt, der weiter wächst, zugleich aber selektiver wird. Burgund blieb die wertmäßig wichtigste Region im Auktionsgeschäft und stand für 41,3 % des Gesamtwerts, während Bordeaux beim Volumen mit 34 % führte. Der durchschnittliche Flaschenpreis in Burgund lag bei 212 Euro und damit 15 % unter dem Wert von 2024. Die Rhône belegte sowohl nach Wert als auch nach Volumen Rang drei, gestützt von jüngeren Jahrgängen und einer starken Nachfrage nach Erzeugern wie Emmanuel Reynaud, dessen Weine bei Auktionen für 4.813 verkaufte Flaschen und einen Wert von mehr als 1 Million Euro standen.
Domaine de la Romanée-Conti war insgesamt der meistgehandelte Name; 514.000 Flaschen wurden für 1,9 Millionen Euro verkauft. Das teuerste Los war ein Jeroboam, also eine 3-Liter-Flasche, Petrus 2010 aus Bordeaux, der für 27.043 Euro den Besitzer wechselte. Die teuerste Einzelflasche war ein Musigny Grand Cru 2006 von Domaine Leroy, der für 25.416 Euro verkauft wurde.
Auch Italien spielte im Auktionsmarkt weiterhin eine bedeutende Rolle. Italienische Spitzenweine machten 2025 51 % aller außerhalb Frankreichs verkauften Weine bei Auktionen aus; mehr als 10.000 Flaschen wurden verkauft, ein Plus von 33 %, und der Gesamtwert näherte sich 1 Million Euro, ein Anstieg um 37 %. Der durchschnittliche Preis einer italienischen Flasche stieg um 2 % auf 96 Euro. Der teuerste italienische Verkauf war ein Sassicaia 1985 von Tenuta San Guido, der 2.629 Euro erzielte.
Der Bericht zeigt zudem, dass Sammler weiterhin Rotweine bevorzugen. Rotweine machten weltweit 72 % des gehandelten Volumens und 71,4 % des Werts aus. Weißweine gewinnen jedoch an Boden und erreichten 2025 einen Anteil von 20 % am Volumen. Auch das Interesse an älteren Jahrgängen scheint leicht nachzulassen: Weine mit einem Alter von mehr als zehn Jahren stellten zwar weiterhin 55 % der bei Auktionen verkauften Flaschen, diese Kategorie ging jedoch gegenüber dem Vorjahr um 14 % zurück.
Biologische und biodynamische Weine stießen auf stärkeres Interesse. Sie machten laut iDealwine im Jahr 2025 30 % des Auktionsvolumens und 36 % des Werts aus.
In Italien fiel das Muster noch deutlicher aus. Rotweine standen für 95 % des Volumens und 97 % des gesamten bei Auktionen erzielten Werts. Auch ältere Jahrgänge dominierten: 41 % der verkauften Flaschen waren älter als 20 Jahre, weitere 24 % stammten aus Jahrgängen zwischen 2006 und 2015. iDealwine erklärte, dies spiegele das Vertrauen der Sammler in das Reifepotenzial italienischer Spitzenweine wider.
Piemonte blieb Italiens führende Region bei Auktionen nach Volumen mit einem Anteil von 60 %, gefolgt von Toscana mit 21 %. Auch Veneto, Abruzzo und Sicilia legten zu. Zu den gefragtesten italienischen Produzenten zählten Giovan Battista Burlotto, Giacomo Conterno, Giuseppe Rinaldi, Bartolo Mascarello, Angelo Gaja und Roberto Voerzio. Toscana dominierte die Liste der begehrtesten Einzellagen-Weine; an der Spitze stand Sassicaia, daneben Brunello-di-Montalcino-Etiketten von Soldera und Biondi-Santi, Weine von Stella di Campalto, Ornellaia von Tenute dell’Ornellaia sowie Montevertines IGT Toscana.
Der Bericht verzeichnete außerdem ein erneutes Interesse an Emidio Pepe aus Abruzzo nach vier Jahren außerhalb der Spitzengruppe unter den italienischen Produzenten. Auch Quintarelli und Bertani aus Valpolicella sowie Frank Cornelissen vom Etna gehörten weiterhin zu den Namen, die die Aufmerksamkeit der Sammler auf sich zogen.
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