23.07.2025

Die Verkäufe amerikanischer Spirituosen in Kanada sind stark zurückgegangen, und zwar wertmäßig um 66 % zwischen dem 5. März und Ende April im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang folgt auf die Reaktion Kanadas auf die vom ehemaligen Präsidenten Donald Trump verhängten US-Handelszölle. Im Jahr 2024 führte Trump Zölle in Höhe von 25 % auf kanadische Einfuhren, ausgenommen Alkohol, ein. Als Vergeltung verhängte Kanada entsprechende Strafzölle auf amerikanische Waren, einschließlich Spirituosen.
Die kanadischen Provinzen, von denen die meisten den Alkoholverkauf durch staatliche Monopole kontrollieren, reagierten darauf, indem sie in den USA hergestellte Spirituosen aus ihren Regalen nahmen. Dieses Embargo gilt nach wie vor für den größten Teil des Landes, nur Alberta und Saskatchewan lockern die Beschränkungen. Infolgedessen sind bekannte amerikanische Marken wie Jack Daniel's in kanadischen Geschäften selten geworden.
Brown-Forman, das Unternehmen hinter Jack Daniel's, ist von diesen Maßnahmen mit am stärksten betroffen. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Lawson Whiting, bezeichnete die Entfernung amerikanischer Spirituosen aus den kanadischen Regalen als "schlimmer als ein Zoll" und nannte sie eine "unverhältnismäßige Reaktion" auf die US-Abgaben.
Die Auswirkungen waren nicht nur für die amerikanischen Hersteller, sondern auch für den kanadischen Spirituosenmarkt im Allgemeinen erheblich. Der Gesamtabsatz von Spirituosen in Kanada ging im gleichen Zeitraum wertmäßig um 12,8 % zurück. Die Einfuhren aus anderen Ländern als den USA gingen um 8,2 % zurück, während der Absatz von in Kanada hergestellten Spirituosen um 6,3 % sank. Branchenanalysten führen diesen Rückgang zum Teil auf die Zurückhaltung der Verbraucher angesichts der anhaltenden Inflation zurück.
Branchenführer fordern beide Regierungen auf, den Streit beizulegen und den offenen Handel wiederherzustellen. Cal Bricker, CEO von Spirits Canada, betonte, dass der nordamerikanische Spirituosensektor in hohem Maße miteinander verflochten ist und dass die fortgesetzte Auslagerung von US-Produkten für die Hersteller auf beiden Seiten der Grenze problematisch ist. Er betonte, wie wichtig die Aufrechterhaltung offener und gegenseitiger Handelsbeziehungen ist, damit Verbraucher, Unternehmen und die Staatseinnahmen in beiden Ländern davon profitieren.
Die Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada sind noch nicht abgeschlossen, da die von Trump gesetzte Frist vom 1. August für die Aufhebung der Zollschranken näher rückt. Das Ergebnis dieser Gespräche wird darüber entscheiden, ob amerikanische Spirituosen in die kanadischen Regale zurückkehren oder ob die derzeitigen Beschränkungen weiterhin die Produzenten und Verbraucher in beiden Ländern beeinträchtigen werden.
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