Chinesische Zölle treffen die Cognacindustrie mit einem Rückgang der Lieferungen um 50 %

Die europäischen Branntweinausfuhren stehen vor Herausforderungen, da neue Zölle zu erheblichen finanziellen Einbußen führen und 70.000 Arbeitsplätze bedrohen.

28.02.2025

Teilen

Chinese tariffs hit cognac industry with 50% drop in shipments

Die Cognac-Industrie steht aufgrund der neuen chinesischen Zölle vor großen Herausforderungen. Seit dem Herbst erhebt China Antidumpingzölle auf europäische Branntweine, darunter auch auf Cognac, der ein wichtiges Exportgut ist. Dies hat der Branche einen monatlichen Verlust von 50 Millionen Euro eingebracht. Die Zölle wurden am 11. Oktober als Reaktion auf die ähnlichen Maßnahmen der Europäischen Union gegenüber chinesischen Elektrofahrzeugen eingeführt. Infolgedessen ist für europäische Branntweinausfuhren nun eine Bankgarantie des chinesischen Zolls erforderlich. Diese Strafmaßnahmen haben laut einer gemeinsamen Erklärung der Cognac- und Armagnac-Branche zu einem Rückgang der monatlichen Lieferungen um 50 % geführt.

Florent Morillon, Präsident des Nationalen Interprofessionellen Büros für Cognac (BNIC), äußerte sich besorgt über die Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Unternehmen. Die Branche, die mehr als 70.000 Arbeitsplätze bietet, hat aufgrund dieser politischen Entscheidungen nun zu kämpfen. Die führenden Vertreter der Branche planen, die bevorstehende Landwirtschaftsmesse in Paris zu nutzen, um den politischen Vertretern ihre dringende Lage vor Augen zu führen. Sie fordern den Premierminister auf, China zu besuchen, wie es der Präsident versprochen hat, um dieses Problem politisch anzugehen.

Trotz direkter Gespräche mit dem Elysée und verschiedenen Ministerien hat sich keine Lösung abgezeichnet. Ein führender Cognac-Hersteller äußerte seine Enttäuschung darüber, dass die Branche geopfert wird, da es keinen Markt gibt, der China ersetzen kann, das nach den Vereinigten Staaten wertmäßig der größte und mengenmäßig der zweitgrößte ist. Die mögliche Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus, der für seine aggressive Handelspolitik bekannt ist, bringt weitere Unsicherheit für die Cognac- und Armagnac-Hersteller mit sich. Florent Morillon erklärte, dass die Branche die Situation genau beobachtet und hofft, weitere Komplikationen vermeiden zu können.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Teilen Sie ihn