27.01.2026

New Holland hat die R4-Roboterserie vorgestellt, eine neue Reihe autonomer Maschinen, die Wein-, Obst- und Sonderkulturenanbauern helfen sollen, dem Arbeitskräftemangel zu begegnen und die Effizienz zu steigern. Das Unternehmen hat die R4-Roboter entwickelt, nachdem es sich mit Landwirten über deren dringlichste Herausforderungen beraten hatte. Der Schwerpunkt lag dabei auf sich wiederholenden und zeitaufwändigen Aufgaben wie Mähen zwischen den Reihen, Bodenbearbeitung und Spritzen. In Feldversuchen haben die R4-Roboter den Arbeitsaufwand für diese Aufgaben um bis zu 80 % reduziert.
Thierry Le Briquer, New Hollands Produktmanager für Trauben, Oliven und Kaffee, erklärte, dass das Unternehmen dem autonomen Spritzen, der Bodenbearbeitung und dem Mähen Vorrang einräumt, da diese Aufgaben von den Landwirten als schwierig zu besetzen und sehr repetitiv eingestuft werden. Die R4-Roboter sollen diese Arbeiten übernehmen, damit sich die menschlichen Mitarbeiter auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren können.
In den Entwicklungsprozess der R4-Serie floss umfangreiches Feedback von Landwirten zu Funktionen, Größe, Gewicht und Traktion ein. Die Roboter können sowohl in breiten als auch in schmalen Reihen arbeiten und sind für steiles Gelände geeignet. Sie sind außerdem so konstruiert, dass sie die Bodenverdichtung minimieren und den Landwirten helfen, mit den begrenzten Ressourcen an Fachkräften umzugehen. Die Maschinen verfügen über einen bidirektionalen Mähmodus, bei dem die hinteren LIDAR-Sensoren das Zertreten der Vegetation vor dem Mulchen verhindern.
Die R4-Serie verfügt über ein fortschrittliches Raupenfahrwerk und eine Ausgleichsleiste, die enge Wendemanöver am Vorgewende und eine verbesserte Manövrierfähigkeit ermöglichen. New Holland hat die Roboter so konzipiert, dass sie mit Standardgeräten kompatibel sind, so dass die Landwirte nicht in einen komplett neuen Fuhrpark investieren müssen. Mit dem Intelligent Implement Ecosystem des Unternehmens können vorhandene Sprühgeräte nachgerüstet werden, um Durchflussmengen, Höhe, Begrenzungen, Lücken in der Baumkrone und Punktsprühung automatisch anzupassen.
Die R4-Roboter nutzen eine Kombination aus GPS, LIDAR und Kameras zur Navigation. Eine einzelne Aufsichtsperson kann einen oder mehrere Roboter über eine App fernsteuern und so die Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Exposition gegenüber Chemikalien und der hohen Arbeitsintensität verringern.
Es gibt zwei Modelle der R4-Serie: den R4 Electric und den R4 Hybrid Power. Beide Modelle wurden entwickelt, um die Umweltverträglichkeit zu verbessern, indem sie zu 100 % elektrisch betrieben werden und ein ölfreies Gerätesystem verwenden. Die Anbaugeräte können elektrisch oder über eine mechanische Zapfwelle ohne Hydrauliköl betrieben werden.
Der R4 Electric ist für schmale Weinberge der Spitzenklasse gedacht. Er wird von einem 40-kWh-Batteriepaket angetrieben, das pro Ladung etwa acht Stunden Betriebszeit bietet. Die Maschine wiegt eine Tonne und misst 1,38 Meter in der Höhe und 0,7 Meter in der Breite, wodurch sie für einen Pflanzabstand von 1 bis 1,5 Metern geeignet ist.
Der R4 Hybrid Power richtet sich an Obstbauern, Obstproduzenten und breitere Weinberge. Er wiegt 1.400 kg und hat ein doppelt so gutes Leistungsgewicht wie ein herkömmlicher Traktor. Sein Heckhubwerk kann mithilfe von Linearelektromotoren bis zu 500 kg heben. Das Hybridmodell verfügt über einen 59 PS starken Dieselmotor, der mit hydriertem Pflanzenöl (HVO) betrieben werden kann, um die Emissionen zu reduzieren. Es verfügt über eine mechanische Zapfwelle mit intelligenter Kupplung für Standardanbaugeräte und eine 48V/12kW e-PTO-Steckdose für zukünftige elektrisch angetriebene Maschinen. Der R4 Hybrid Power ist für Reihenabstände von 1,5 Metern oder mehr optimiert und kann effizient in großen Obstplantagen eingesetzt werden.
Laut Le Briquer bietet der R4 im Vergleich zu bestehenden Alternativen niedrigere Gesamtbetriebskosten. Je nach Art des Weinbergs können die Landwirte zwischen 10 und 22 % pro Hektar einsparen, wenn sie die Roboter anstelle von Traktoristen einsetzen. Ein einziger R4-Roboter kann während des kritischen viermonatigen Saisonzeitfensters etwa 25 Hektar abdecken.
Unter realen Bedingungen reduzierte der R4 den Arbeitsaufwand für das Mähen zwischen den Reihen, die Bodenbearbeitung und das Sprühen um bis zu 80 %. Das System verfügt über eine automatische Ein- und Ausschaltung an Lücken in der Baumkrone und am Vorgewende sowie über eine höhenabhängige Einstellung.
Die Serie R4 wird bei GOFARs World Tour Stop in Frankreich am 5. Februar 2026 vorgestellt. Die Veranstaltung findet auf dem Gelände des Agrobiopôle in Auzeville-Tolosane statt und steht Landwirten, Herstellern, Händlern, Investoren und Akteuren der Agrarforschung offen. Eine Anmeldung ist über gofar-tour.com erforderlich. Die Roboter sind noch nicht käuflich zu erwerben, dürften aber das Interesse von Produzenten von Spezialkulturen wecken, die Lösungen für Arbeitskräftemangel und Nachhaltigkeitsziele suchen.
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