Bordeaux vereinte diese Woche 37,4 % des Liv-ex-Handelswerts auf sich

Lynch-Bages 2005 führte den Markt nach Handelswert an und festigte Bordeaux’ Dominanz, nachdem Burgunds Anteil auf 15,4 % gesunken war

Dienstag, 27. Oktober 2026

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Bordeaux behauptete diese Woche seine Führungsposition auf dem Zweitmarkt für Spitzenweine und kam auf Liv-ex auf 37,4 % des gehandelten Werts. Burgund verlor dagegen an Boden, während die Champagne nach Anteil die drittgrößte Region blieb. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten wöchentlichen Marktbericht der Handelsplattform hervor.

Laut Liv-ex lag Bordeaux auch bei den Käufen vorn und erreichte einen Anteil von 37,4 % am Einkaufswert. Lynch-Bages war das meistgehandelte Weingut der Region, angeführt vom Jahrgang 2005, der nach Wert das meistgehandelte Produkt der Woche auf dem Gesamtmarkt war. Auch jüngere Jahrgänge von Lynch-Bages aus den Jahren 2017 bis 2022 wurden rege gehandelt. Opus One 2023 und Cheval Blanc 2015 waren die weiteren Weine mit dem höchsten Handelswert in dieser Woche.

Der Bericht verwies auf eine schwächere Woche für Burgund. Der Anteil der Region sank laut Liv-ex deutlich von einem September-Durchschnitt von 24,6 % auf diese Woche rund 15 bis 16 %. Im selben Update teilte die Handelsplattform außerdem mit, dass Burgunds Anteil von 18,4 % in der Vorwoche auf 15,4 % in der jüngsten Woche zurückgegangen sei. Das deutet auf einen klaren Rückgang hin, auch wenn der genaue Wochenwert unterschiedlich angegeben wurde. Domaine de la Romanée-Conti blieb der führende Name der Region im Handel, gefolgt von Leflaive und Pierre-Yves Colin-Morey.

Die Champagne belegte mit einem Anteil von 13,0 % am Handelswert den dritten Platz. Laut Liv-ex entfiel nahezu ein Drittel des Handels der Region auf Salon, während Jacques Selosse 12,8 % ausmachte. Mehr als die Hälfte des Einkaufswerts von Champagner stammte von US-Käufern. Das belegt die anhaltende Nachfrage aus den Vereinigten Staaten in diesem Segment des französischen Marktes.

Das Update zeigte außerdem eine stärkere Aktivität von Käufern aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. Beide Gruppen steigerten laut Liv-ex ihre Käufe in dieser Woche, wobei US-Käufer ihren Anteil an den gesamten Kaufaktivitäten wieder ausbauten. In der US-Kategorie, die größtenteils auf Kalifornien entfiel, stieg der Handelswert auf 9,6 % nach 7,0 % in der Vorwoche. US-Käufer waren erneut die wichtigste Kraft in diesem Segment und standen für 66,2 % des gehandelten Werts.

Außerhalb Frankreichs lagen die Toskana und das Piemont mit jeweils rund 6 % des Handelswerts nahezu gleichauf. EU-Käufer führten die Käufe toskanischer Weine an und konzentrierten sich auf Sassicaia und Tignanello. Bei Weinen aus dem Piemont lagen britische Käufer vorn; der Handel konzentrierte sich weitgehend auf Giacomo Conterno.

Die wöchentlichen Verschiebungen zeigen unmittelbar, wo sich Liquidität und Nachfrage im Hochpreissegment des Weinmarkts bilden. Das kann für Händler, Importeure, Distributoren und andere Getränkeunternehmen relevant sein, die französische Spitzenweine im Sortiment führen. Die stärkeren Käufe aus den USA und dem Vereinigten Königreich könnten zusammen mit Bordeaux’ dominantem Anteil kurzfristige Entscheidungen zu Preisen, Bestandsverteilung und Vermarktungsstrategie von Unternehmen beeinflussen, die im Spitzenweinsegment aktiv sind.

Die Daten legen nahe, dass Bordeaux derzeit nach Handelswert weiterhin den liquidesten Teil des Marktes bildet, während Burgund einen geringeren Anteil erreicht als im September. Die Champagne behauptet hinter den beiden führenden Kategorien ihre starke Position, wobei der Handel mit Salon und Jacques Selosse dazu beiträgt.

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