Huiquan Brewery steigert Gewinn im dritten Quartal um 13,98 Prozent dank stärkerer Premiumbierverkäufe
Der Umsatz sank um 2,78 Prozent. Höherpreisige Biere glichen in Fujian die schwächeren Verkäufe konventioneller Produkte trotz einer Neuzuordnung der Segmente aus.
Montag, 26. Oktober 2026

Fujian Yanjing Huiquan Brewery, ein regionaler chinesischer Brauer, der unter dem Namen Huiquan Beer bekannt ist, meldete im dritten Quartal einen höheren Gewinn trotz rückläufigen Umsatzes. Stärkere Verkäufe höherpreisiger Biere glichen dabei die Schwäche bei den konventionellen Produkten aus.
In einem ungeprüften Quartalsbericht, der bei CNINFO eingereicht und vom Finanzportal CFi.cn vollständig wiedergegeben wurde, teilte das Unternehmen mit, dass der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,98 Prozent auf 67,23 Millionen Yuan gestiegen sei. Der Umsatz sank im selben Zeitraum um 2,78 Prozent auf 218,18 Millionen Yuan.
Die Zahlen deuten auf eine deutliche Veränderung des Absatzmixes von Huiquan in seinem Hauptmarkt, der Provinz Fujian im Südosten Chinas, hin. In den ersten neun Monaten des Jahres erreichte der Umsatz mit Bieren des mittleren und Premiumsegments 241,14 Millionen Yuan – ein Plus von 19,68 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz mit konventionellen Bieren ging um 8,61 Prozent auf 332,32 Millionen Yuan zurück.
Die Verschiebung war groß genug, um den Rückgang bei den preisgünstigeren Produkten auszugleichen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielten Biere des mittleren und Premiumsegments in den ersten neun Monaten 39,65 Millionen Yuan mehr Umsatz, während bei konventionellen Bieren ein Minus von 31,32 Millionen Yuan zu Buche schlug, wie aus den von CFi.cn wiedergegebenen Zahlen der Einreichung hervorgeht.
Dasselbe Muster zeigte sich im jüngsten Quartal. Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 sank der Umsatz von Huiquan um rund 6,24 Millionen Yuan, während der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn um etwa 8,25 Millionen Yuan stieg. Das Ergebnis deutet trotz geringerer Erlöse auf eine verbesserte Rentabilität hin – ein Zeichen, das häufig mit einem höher positionierten Produktmix in Verbindung gebracht wird.
In den ersten neun Monaten erzielte Huiquan einen Umsatz von 587,44 Millionen Yuan, 2,03 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn stieg um 17,71 Prozent auf 116,01 Millionen Yuan.
Huiquan ist deutlich kleiner als seine Muttergesellschaft Beijing Yanjing Brewery, die 50,08 Prozent der Anteile hält. Huiquan verkaufte 2025 insgesamt 221.700 Kiloliter und erzielte einen Umsatz von 640,30 Millionen Yuan; mehr als 90 Prozent der Einnahmen stammten aus dem Biergeschäft. Beijing Yanjing Brewery meldete für 2025 einen Umsatz von 15,333 Milliarden Yuan, davon entfielen 13,568 Milliarden Yuan direkt auf Bier. Damit ist der Mutterkonzern gemessen am Umsatz mehr als 20-mal so groß.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in Hui’an an der Küste von Fujian, wo es auch den Großteil seiner Geschäfte konzentriert. Der Quartalsbericht bildet daher die Nachfrage und Preisentwicklung auf einem einzelnen Provinzmarkt eng ab und nicht die Lage in China insgesamt.
Der Bericht fällt zudem in eine Phase, in der sich die Branche landesweit schwächer entwickelt. Nach Angaben des chinesischen Statistikamts, die in der Einreichung zitiert werden, sank die Bierproduktion der großen Brauereien Chinas von Januar bis September um 6 Prozent. Huiquans Gewinnwachstum übertraf somit den Branchentrend, obwohl der eigene Umsatz im dritten Quartal zurückging.
Anleger und Analysten dürften die Segmentdaten dennoch mit Vorsicht betrachten. Huiquan erklärte in dem Bericht, die Schwelle für die Einstufung eines Biers als mittelpreisig oder Premium angehoben zu haben. Der Vorjahresvergleich nach Segmenten ist daher nicht vollständig auf vergleichbarer Basis, auch wenn der Gesamttrend weiterhin auf eine Abkehr von konventionellen Bieren hindeutet.
Zwischen den beiden Quellen, die das Dokument veröffentlichten, gab es zudem eine Abweichung von einem Tag beim Veröffentlichungsdatum. CFi.cn führte den Bericht am 25. Oktober, während der Dateipfad bei CNINFO auf eine Veröffentlichung am 26. Oktober hindeutete. Die zugrunde liegende Quelle war der offizielle Quartalsbericht des Unternehmens.
Aus dem Bericht ging nicht hervor, dass das Absatzvolumen im Quartal gestiegen war. Vielmehr veränderte sich vor allem die Zusammensetzung der Erlöse. Das ist für Huiquan wichtig, weil Bier weiterhin das Kerngeschäft des Unternehmens ist und eine Verschiebung hin zu höherpreisigen Produkten die Erträge stützen kann, selbst wenn das Umsatzwachstum nachlässt oder ins Negative dreht.
Für einen regionalen Brauer mit starker Konzentration auf eine Provinz deuten die jüngsten Ergebnisse darauf hin, dass der Produktmix mehr zum Wachstum beiträgt als eine Ausweitung des Absatzvolumens. Im dritten Quartal reichte dies aus, um den Gewinn um knapp 14 Prozent zu steigern, obwohl der Umsatz zurückging.