12.05.2026
Südafrikas Weinlese endete mit 1,37 Millionen Tonnen Trauben, nach 1,24 Millionen Tonnen im Vorjahr und der größten Ernte des Landes seit 2022, wie Branchenvertreter mitteilten. Sie erklärten, die Saison sei von deutlichen Wetterschwankungen geprägt gewesen, die die Erzeuger vom Beginn bis zum Ende auf die Probe stellten.
Das Vegetationsjahr 2026 begann mit warmen, trockenen Bedingungen, die den Fruchtansatz begünstigten, bevor im Februar starker Regen einsetzte. Das erhöhte den Krankheitsdruck, entlastete aber zugleich die Weinberge, die zuvor unter begrenzter Wasserversorgung gelitten hatten. Im März folgten Hitzespitzen, die die Reife beschleunigten und den Lesezeitraum verdichteten. Das Ergebnis war eine Ernte, die eine genaue Überwachung im Weinberg und eine sorgfältige Selektion im Keller erforderte, sagte Dr. Etienne Terblanche, Leiter des Beratungsdienstes bei Vinpro.
Terblanche bezeichnete die Saison als äußerst wechselhaft und technisch anspruchsvoll. Die Produzenten hätten präzise Entscheidungen beim Laubwandmanagement, bei der Bewässerung und bei der selektiven Lese treffen müssen. Das enge Zeitfenster für die Ernte habe zudem logistische Belastungen für Betriebe und Kellereien geschaffen, die Trauben zum richtigen Zeitpunkt einbringen und Verluste durch Krankheiten möglichst begrenzen mussten.
Die endgültige Bilanz ist nicht nur für Südafrika von Bedeutung, weil sie das Angebot eines der wichtigsten Weinproduzenten der Südhalbkugel erhöht – zu einem Zeitpunkt, an dem globale Käufer Volumen, Preise und Qualität genau beobachten. Siobhan Thompson, Geschäftsführerin von Wines of South Africa, sagte, internationale Märkte suchten Authentizität, Qualität und Beständigkeit und argumentierte, dass der Jahrgang 2026 diesen Erwartungen entspreche.
Sie sagte, die Ernte stärke Südafrikas Position als Herkunftsland hochwertiger Weine und unterstütze die Bemühungen, den Exportwert zu steigern. Rico Basson, Geschäftsführer von South African Wine, erklärte, die größere Herausforderung bestehe darin, den Wert in einem von Überangebot und Preisdruck geprägten Markt zu sichern. Die Branche konzentriere sich auf Premiumweine, breitere Exportmärkte, ein strafferes Angebotsmanagement und den langfristigen Aufbau von Marken.
Die Ernte folgt auf eine Saison mit zunächst günstigem Fruchtansatz, bevor Niederschläge und Hitze die Bedingungen in den wichtigsten Anbaugebieten rasch veränderten. Kleinere Beeren waren eine Folge der Hitzewelle im März – ein Faktor, der zwar Erträge beeinflussen kann, in manchen Weinen aber auch die Konzentration fördert. Für die Erzeuger machte die Saison deutlich, wie schnell das Wetter sowohl die Größe einer Ernte als auch den Zeitpunkt der Lese in Südafrikas Weinregionen verändern kann.
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