22.05.2026

Die staatlichen Steuern auf Destillate unterscheiden sich im ganzen Land deutlich: Washington erhebt die höchste Verbrauchsteuer, während Wyoming und New Hampshire faktisch gar keine erheben, wie aus einer aktualisierten Karte der Tax Foundation auf Basis von Daten vom Januar 2026 hervorgeht.
Washington verlangt 36,68 Dollar pro Gallone auf außerhalb der Betriebsstätte verkaufte Destillate und liegt damit mit großem Abstand vor allen anderen Bundesstaaten. Oregon folgt mit 23,74 Dollar pro Gallone, danach Virginia mit 23,47 Dollar und Alabama mit 22,87 Dollar. Am unteren Ende weisen Wyoming und New Hampshire beide einen effektiven Satz von 0,00 Dollar pro Gallone aus, weil es sich um Kontrollstaaten handelt, die Spirituosen über staatlich betriebene Systeme statt über eine herkömmliche Verbrauchsteuer verkaufen. Missouri liegt mit 2,00 Dollar pro Gallone auf dem vorletzten Platz.
Die Zahlen sind relevant, weil Destillate nach Umsatz weiterhin das größte Segment des US-Alkoholvermögens darstellen und mit 42,4 % Marktanteil knapp vor Bier liegen – zum vierten Mal in Folge, so die Tax Foundation. Die Organisation erklärte, der Marktanteil von Spirituosen sei seit 2000 um mehr als 13 % gestiegen, begünstigt durch neuere Produkte wie trinkfertige Cocktails und Hard Seltzer, die traditionelle Steuerkategorien verwischt hätten.
Dem Bericht zufolge unterliegen Spirituosen im Allgemeinen der höchsten Steuerlast unter den alkoholischen Getränken, selbst wenn man den Alkoholgehalt berücksichtigt. Ein Standard-Shot mit Spirituosen mit 40 % Alkoholgehalt trägt laut der Gruppe eine höhere Steuerlast als eine Standardportion Bier mit derselben Alkoholmenge.
Die Unterschiede zwischen den Bundesstaaten sind groß. Neben Washington, Oregon und Virginia gehören zu den weiteren Staaten mit hohen Steuern North Carolina mit 18,23 Dollar pro Gallone, Utah mit 16,07 Dollar, Iowa mit 15,14 Dollar und Michigan mit 14,61 Dollar. Mehrere Staaten liegen im Mittelfeld, darunter New York mit 6,44 Dollar, Florida mit 6,50 Dollar und Texas mit 2,40 Dollar.
Die Tax Foundation verwies zudem auf Veränderungen von 2025 auf 2026. Oregons Spirituosensteuer stieg um 0,88 Dollar pro Gallone und rückte damit vom viert- auf den zweithöchsten Platz im Land vor. Mississippis Satz erhöhte sich um 0,50 Dollar pro Gallone, Arkansas legte um 0,29 Dollar pro Gallone zu. Washingtons Satz sank um 0,30 Dollar pro Gallone blieb aber der höchste des Landes.
Nach Angaben der Organisation spiegelt dieses Flickwerk ein kompliziertes System wider, in dem die Bundesstaaten unterschiedliche Methoden zur Besteuerung von Spirituosen anwenden – darunter Verbrauchsteuern, an Alkoholkäufe gekoppelte Umsatzsteuern, Flaschengebühren und Kistengebühren sowie Aufschläge in Kontrollstaaten, in denen die Regierungen den Spirituosenverkauf direkt überwachen. Einige Staaten staffeln die Sätze zudem nach Alkoholgehalt, Behältergröße oder danach, ob ein Getränk zum Verzehr vor Ort oder außer Haus verkauft wird.
Hinzu kommen Bundessteuern. Auf Spirituosen fällt eine gestaffelte bundesweite Verbrauchsteuer an: Sie beginnt bei 2,70 Dollar pro Proof-Gallone für die ersten 100.000 Gallonen je Kalenderjahr und steigt dann auf 13,34 Dollar pro Proof-Gallone für größere Mengen bis zu 22,23 Millionen Gallonen sowie auf 13,50 Dollar darüber hinaus.
Die Tax Foundation erklärte, diese Steuern seien in der Regel bereits in den Regalpreisen enthalten statt separat auf dem Kassenbon ausgewiesen zu werden; dadurch sei ihre Wirkung für Verbraucher weniger sichtbar. Schätzungen zufolge machen Steuern und Gebühren etwa die Hälfte des Preises einer typischen Flasche Spirituosen aus.
Der Bericht verwies außerdem auf Anreize für grenzüberschreitendes Einkaufen infolge großer Steuerunterschiede zwischen Nachbarstaaten. Genannt wurden Einwohner Washingtons, die rund 8 % ihrer Spirituosen in Idaho kaufen – wo die Steuern niedriger sind, obwohl Idaho landesweit weiterhin zu den Staaten mit höheren Steuern zählt.
Die Organisation argumentierte, die Bundesstaaten sollten erwägen, von kategorischen Alkoholsteuern zu einem System überzugehen, das sich am tatsächlichen Alkoholgehalt orientiert. Das sei einfacher und gegenüber Bier, Wein und Spirituosen neutraler – gerade weil weiterhin neue Produkte auf den Markt kommen.
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