20.05.2026

Der globale Weinmarkt tritt nach Angaben der in Dijon ansässigen Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) in eine weitere Phase der Abschwächung ein, da Klimastörungen und Handelsspannungen mit den Vereinigten Staaten Produktion und Absatz belasten. In ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht teilte die Organisation mit, dass die weltweiten Ernten nach Frost, Dürre und starken Regenfällen in mehreren Regionen das dritte Jahr in Folge schwach geblieben seien. Zudem hieß es, US-Zölle bremsten den internationalen Handel weiterhin.
Der weltweite Weinkonsum sank 2025 um 2,7 %, während die Rebfläche weiter schrumpfte und binnen zwei Jahren um fast 1 % zurückging. Die weltweit gehandelten Mengen fielen um 4,7 %, obwohl der Gesamtwert des Weinhandels trotz eines leichten Rückgangs hoch blieb. Der Bericht zeichnet damit ein Bild eines weiterhin großen, aber unter Druck stehenden Marktes, belastet von geringerer Produktion, schwächerer Nachfrage und höheren Kosten.
Frankreich behauptete seinen Platz als wertmäßig größter Weinexporteur der Welt, gestützt auf bekannte Appellationen, die im Ausland weiterhin hohe Preise erzielen. Das Burgund bleibt einer der wichtigsten Pfeiler der Region; sein Ruf hilft ihm, die allgemeine Abschwächung besser zu verkraften als viele andere Weinbaugebiete.
Innerhalb des Burgunds hat sich Saône-et-Loire zu einem zentralen Bestandteil dieser Widerstandsfähigkeit entwickelt. Das Département spielt eine Schlüsselrolle im Mâconnais und an der Côte chalonnaise, zwei Gebieten, die für ihre große Bandbreite an Weinen bekannt sind und für Winzer, die sich an veränderte Wetter- und Marktbedingungen angepasst haben. Lokale Erzeuger setzen zudem stärker auf den Weintourismus, der zu einer wichtigen Einnahme- und Sichtbarkeitsquelle geworden ist.
Dieser Wandel hat viele Weingüter und Tourismusanbieter dazu veranlasst, ihr Angebot zu erweitern – darunter Verkostungen, Weinbergsbesuche und andere Erlebnisse für französische und ausländische Reisende. Einige reagieren zudem auf veränderte Konsumgewohnheiten mit der Entwicklung alkoholreduzierter und alkoholfreier Weine, einem Segment, das mehr Aufmerksamkeit erhält, da Käufer nach anderen Stilrichtungen und leichteren Trinkoptionen suchen.
Die OIV erklärte, die Kombination aus Klimastress, schwächerem Konsum und Handelsbarrieren verändere das globale Weingeschäft in einer Phase, in der die Erzeuger ohnehin mit engeren Margen konfrontiert seien. Im Burgund verschaffen jedoch starke Terroirs, etablierte Exportkanäle und eine wachsende Tourismuswirtschaft der Region weiterhin einen Vorteil, während sich der Markt auf langsameres Wachstum einstellt.
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