11.05.2026

Der Trend zum Weißwein setzt sich in Deutschland fort: Die Winzer pflanzen weniger Rot- und mehr Weißwein an, da sich der Geschmack der Verbraucher verändert und Gesundheitsaspekte die Nachfrage beeinflussen, wie das Deutsche Weininstitut mitteilte. Weißwein macht inzwischen 70 % der deutschen Rebfläche aus, nach 63 % zu Beginn der 2000er-Jahre, sagte Ernst Büscher, Sprecher des Instituts in Bodenheim bei Mainz.
Büscher sagte, Rotwein werde zunehmend als schwerer und alkoholreicher wahrgenommen, während Käufer weltweit leichtere, fruchtigere Weine suchten. Dieser Trend habe vielen deutschen Erzeugern auf den Exportmärkten geholfen, vor allem in Ländern wie China, wo deutscher Weißwein an Boden gewinnt, während Rotwein an Attraktivität verliert. Dort bevorzugten jüngere Verbraucher häufig Weißwein, obwohl Rotwein traditionell mit Glück und Wohlstand verbunden sei.
Deutschland verfügte 2025 über rund 102.000 Hektar Rebfläche, etwa 1.300 Hektar weniger als im Vorjahr, sagte Büscher. Der größte Teil dieses Rückgangs entfiel auf Baden-Württemberg, wo rund 800 Hektar verloren gingen. Der Rückgang spiegele auch den vergleichsweise hohen Anteil der Region an der Rotweinproduktion wider.
Bundesweit traf der Rückgang der Rebfläche im vergangenen Jahr rote Sorten stärker als weiße. Bei den roten Rebsorten sank die Fläche um 791 Hektar, bei den weißen Sorten um 539 Hektar. In Rheinland-Pfalz und Hessen dominieren Weißweine insgesamt weiterhin, wobei Riesling dort nach wie vor zu den wichtigsten Rebsorten zählt.
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