Deutsche Weingüter melden 2025 langsamere Verkäufe

Der VDP teilte mit, dass seine Mitgliedsbetriebe stärker auf den direkten Kontakt und den Export setzen, nachdem die Flaschenverkäufe infolge von Frostschäden und geringeren Erträgen zurückgegangen sind.

29.04.2026

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Deutsche Weingüter melden 2025 langsamere Verkäufe

Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) teilte am Mittwoch mit, dass sich der Absatz für seine Mitgliedsbetriebe 2025 anspruchsvoller gestaltet habe, auch wenn mehrere Vertriebskanäle stabil geblieben seien und der direkte Kontakt zu den Kunden weiterhin eine zentrale Rolle spiele.

In einer jährlichen Umfrage, die nach der VDP-Weinmesse in Mainz veröffentlicht wurde, erklärte der Verband, viele Mitglieder berichteten von Verschiebungen im Vertrieb ihrer Weine: Einige Kanäle gewännen an Bedeutung, andere blieben stabil. Der Verband betonte, man wolle die Lage nicht als Krise bezeichnen, sondern als strukturellen Wandel im Markt, der den Produzenten mehr Aufwand abverlange.

Laut der Umfrage stammt rund ein Drittel aller Verkäufe bei VDP-Mitgliedsbetrieben weiterhin aus dem Ab-Hof-Verkauf; dieser Anteil ist seit einiger Zeit stabil. Die eigenen Online-Shops der Weingüter machten etwa 12% des Absatzes aus, nach zuvor niedrigeren Werten, während externe Online-Händler rund 5% beitrugen.

Supermärkte blieben für VDP-Weine ein Nebenabsatzkanal und kamen auf 6% der Verkäufe, Discounter lagen bei weniger als 1%. Die wichtigsten Vertriebskanäle blieben Fachhändler und Restaurants.

Der Verband sagte, rund 75% der VDP-Weine würden in Deutschland verkauft, 25% gingen in den Export. Die wichtigsten Auslandsmärkte bleiben Skandinavien, die USA, Großbritannien und die Schweiz. Der Export gewinne insgesamt an Bedeutung, hieß es weiter.

Viele Mitgliedsbetriebe teilten dem Verband mit, dass die Sicherung des Absatzes heute mehr denn je von langfristigen Beziehungen zu Kunden und Handelspartnern abhänge. Der VDP erklärte, der Markt verlange inzwischen mehr Sichtbarkeit, mehr Erklärung und mehr persönlichen Kontakt. Verkäufe kämen nicht mehr von selbst zustande und müssten aktiv über Reisen, Veranstaltungen, Verkostungen und andere Formate gesteuert werden.

Für 2025 bezifferte der VDP den Gesamtabsatz seiner Mitgliedsbetriebe auf schätzungsweise 33,5 Millionen Flaschen; das waren 2,2 Millionen Flaschen weniger als im Vorjahr. Der Verband führte den Rückgang nicht nur auf ein schwieriges Konsumumfeld zurück, sondern auch auf eine kleinere Ernte 2024 nach Frostschäden und geringeren Erträgen.

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