24.04.2026

LONDON — Eine neue italienische Fachveranstaltung für Wein und Lebensmittel wird am Sonntag im ExCeL London mit einer Eröffnungszeremonie beginnen, die nach Angaben der Organisatoren einen Wandel in der Art und Weise markieren soll, wie Produzenten und Käufer zusammenkommen, verkosten und Geschäfte machen.
Real Italian Wine & Food Experience London 2026 wird als B2B-Plattform präsentiert, die auf vorab vereinbarten Gesprächen, kuratierten Verkostungen und digitalem Matchmaking statt auf dem traditionellen, von Messeständen geprägten Format einer Fachmesse basiert. Ziel sei es, die Beschaffung für internationale Einkäufer schneller und gezielter zu machen und italienischen Produzenten einen direkteren Zugang zu Exportmärkten zu verschaffen, so die Organisatoren.
Die Londoner Ausgabe bringt nach Angaben der Organisatoren rund 200 Weingüter und 50 italienische Lebensmittelproduzenten zusammen. Zum Aufgebot gehören große Marken ebenso wie kleinere und mittelständische Unternehmen, viele davon mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Unter ihnen sind auch Produzenten, die von der Slow Wine Fair ausgewählt wurden, der in Bologna ansässigen Veranstaltung von BolognaFiere auf eine Idee von Slow Food.
Zur Veranstaltung gehören außerdem ein Blind Tasting Area und ein Data Hub – Instrumente, mit denen Verkostungen nach Angaben der Organisatoren in Echtzeit in Marktinformationen übersetzt werden sollen. Käufer können die Produzenten vorab über eine digitale Plattform prüfen, ihre Auswahl filtern und Termine planen, bevor sie vor Ort eintreffen.
Zur Eröffnungszeremonie werden hochrangige italienische Vertreter und Wirtschaftsvertreter erwartet, darunter Repräsentanten von BolognaFiere, des italienischen diplomatischen Netzwerks in Großbritannien sowie Francesco Lollobrigida, Italiens Landwirtschaftsminister. Matteo Zoppas, Präsident von ICE, der italienischen Handelsagentur, erklärte in einer Mitteilung, Wein spiele im Agrar- und Lebensmittelsektor „Made in Italy“ eine strategische Rolle, und die Agentur unterstütze große internationale Initiativen in wichtigen Exportmärkten.
Gianpiero Calzolari, Präsident von BolognaFiere, sagte, das Projekt sei als „fortschrittliche Business-Plattform“ konzipiert worden, um hochwertige Kontakte zu schaffen und italienischen Produzenten den Zugang zu neuen Märkten zu eröffnen. London sei der erste Stopp einer breiteren internationalen Strategie, die später in diesem Jahr in Ho-Chi-Minh-Stadt und Mexiko-Stadt fortgesetzt werde.
Die Zeremonie ist für den späten Sonntagvormittag angesetzt; dieser Zeitpunkt sei laut den Organisatoren darauf ausgerichtet, dem Messeverkehr Rechnung zu tragen und Käufern zu ermöglichen, direkt von der Eröffnung zu Verkostungen und Gesprächen überzugehen. Das Programm umfasst kurze Ansprachen, ein formelles Durchschneiden des Bandes, Nationalhymnen und einen Fototermin für die Medien.
Für Italiens Weinsektor, der nach Angaben von ICE rund 7,8 Milliarden Euro an weltweiten Exporten ausmacht, wird die Londoner Veranstaltung sowohl als kommerzielle Leistungsschau als auch als Instrument wirtschaftlicher Diplomatie verstanden. Die Organisatoren sagen, sie wollten mit dem Format Kontinuität über die Märkte hinweg schaffen, statt jede Veranstaltung als einmalige Messe zu isolieren.
United Experience, das gemeinsam mit BolognaFiere hinter dem Projekt steht, bezeichnet sich als internationales Event- und Kommunikationsunternehmen mit Büros in den Vereinigten Staaten und Italien.
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